Erstellt am 07. September 2015, 11:28

von Christian Eplinger

Babyboom im Bezirk: 31 Babys in 10 Tagen. War es 2014 die dritte Juli-Woche, so gab es heuer in Scheibbs von 24. August bis 2. September einen Babyboom.

Die Störche hatten heuer in der letzten Augustwoche besonders viel Arbeit. Auch die kleine Lea Distelberger aus Hochrieß kam am 25. August im Landesklinikum Scheibbs zur Welt. An diesem Tag gab es in der Geburtenstation Scheibbs insgesamt gleich fünf Geburten. Foto: Christian Eplinger  |  NOEN, Christian Eplinger

Seit mehr als 30 Jahren ist der Sommer Hauptsaison für Geburten in Österreich. Der Scheibbser Bezirk ist dabei keine Ausnahme.

Sogar 60 Babys im gesamten Monat

Der in den letzten beiden Jahren aufgetretene Babyboom im Landesklinikum ist trotzdem eher eine Seltenheit. Im Vorjahr erblickten zwischen 15. und 22. Juli gleich 20 Babys das Licht der Welt, fünf davon sogar am selben Tag (18. Juli).

Heuer hat sich der Babyboom ein paar Wochen nach hinten verschoben. Von 24. August bis 2. September herrschte Hochbetrieb auf der Geburtenstation des Landesklinikums Scheibbs. Gleich 29 Babys machten in dieser Zeit ihren ersten Schrei.

Rechnet man die beiden Wieselburger Babys, die im LK Amstetten zur Welt kamen, dazu, so sind es sogar 31 „Scheibbser“ Babys.

Im gesamten August erblickten 60 Babys im Landesklinikum Scheibbs das Licht der Welt. Die 25 Betten der erst im Vorjahr neu gestalteten Geburten- und Frauenheilkunde-Station im Landesklinikum Scheibbs waren in den letzten Tagen fast voll belegt.

25. August: Fünf Geburten an einem Tag

Stress ist dennoch ein Fremdwort auf der Geburtenstation, selbst an Tagen wie dem 25. August, wo gleich fünf Babys im ebenfalls im Vorjahr neu sanierten Scheibbser Kreißzimmerbereich zur Welt kamen. „Das ist ja ein schöner Stress. Wir freuen uns über jedes Baby“, erklärt Stationsleiterin Hermine Maier mit einem Lächeln.

Und ein Phänomen beobachtet Schwester Hermine noch: „Irgendwer schaut auf uns und rechnet mit. Denn es geht sich mit den Betten immer bestens aus. Wenn wir eine Woche mit besonders vielen Geburten haben, dann nehmen die gynäkologischen Fälle ab – und umgekehrt.“

Die meisten Mütter verlassen nach drei bis vier Tagen mit ihren Babys das Landesklinikum – das ist individuell ganz unterschiedlich. „Es gibt bei uns ambulante Geburten genauso und auch längere Aufenthalte. Im Vordergrund steht für uns, wie es der Mutter und dem Kind geht und was sich die Mutter wünscht“, sagt Hermine Maier.

Warum die Geburten heuer gerade in der letzten Augustwoche geboomt haben, ist ein Phänomen, das sich niemand erklären kann. „Das ist einfach unvorhersehbar und Zufall“, weiß Hermine Maier. Mit den Störchen hat das jedenfalls nichts zu tun, auch wenn seit 1979 der Juli in Österreich der stärkste Babymonat ist. In 24 von 32 Jahren lag der Juli auf Platz eins der Geburtenstatistik – gefolgt vom August und September. Bis 1979 war noch der März der Babymonat schlechthin.