Erstellt am 19. April 2016, 05:04

von Christian Eplinger

Bagger marsch für Stadtumfahrung!. Mit ÖBB-Brücke im Bereich der Brauerei Wieselburg starten im Juni Bauarbeiten für Umfahrung. Land vergab Aufträge.

Mit der ÖBB-Brücke im Bereich der Brauerei Wieselburg (rot eingeringelter Bereich) fällt im Juni der Startschuss für die Bauarbeiten an der 8,4 Kilometer lange Stadtumfahrung Wieselburg.  |  NOEN

Am vergangenen Dienstag setzte die Landesregierung einen weiteren Meilenstein für die Stadtumfahrung Wieselburg. Die Aufträge für das erste Baulos des insgesamt 80 Millionen Euro-Projekts wurden vergeben. Baustart ist im Juni mit der Brücke über die Erlauftalbahn im Bereich der Brauerei Wieselburg (siehe Planskizze).

„Es handelt sich dabei um eine einfeldrige Stahlbetonrahmenbrücke mit einer Fahrbahnbreite von 21 Metern und einer Lichtweite von acht Metern“, erklärt Gerhard Fichtinger, Presserefrent des NÖ Straßendienstes, auf Anfrage der NÖN.

In diesem Baulos ist auch die Dammschüttung enthalten, damit bei den Hauptarbeiten im kommenden Jahr 2017 die Behinderungen für den Bahnverkehr in Grenzen gehalten werden können. „Außerdem werden wir diese Brücke in weiterer Folge auch als Baustellenzufahrt für den Bau der Brücke über die Erlauf verwenden“, weiß Fichtinger. Die Gesamtkosten beim ersten Baulos betragen circa 1,5 Millionen Euro.

Insgesamt 16 Brücken, zwei über die Erlauf

Insgesamt sind in der 8,4 Kilometer langen Umfahrungstrasse 16 größere und kleinere Brücken geplant. Zwei Mal wird die Große Erlauf überquert. Diese beiden Brücken werden 190 und 120 Meter lang sein. Ebenfalls noch heuer errichtet werden soll das Überführungsbauwerk der Landesstraße 6141 in Gumprechtsfelden über die künftige B25.

Parallel zur Auftragsvergabe laufen derzeit noch die letzten Verhandlungen bezüglich der Grundeinlösen. „Das Land ist dabei voll im Zeitplan. Rund zwei Drittel der Grundeinlösen sind erledigt“, erklärt Fichtinger. Insgesamt werden rund 47 Hektar von 91 Grundeigentümern eingelöst. 38 Hektar davon betreffen landwirtschaftliche Fläche, sieben Hektar Wald und zwei Hektar Bauland.

Spätestens 2020 sollen die ersten Autos auf der neuen LB25 fahren und damit für eine wesentliche Entlastung des Stadtgebietes und eine höhere Lebensqualität in Wieselburg sorgen. „Gleichzeitig wird auch die Standortqualität der Region und vor allem der Gemeinden im südlichen Teil des Scheibbser Bezirks noch mehr steigen, da das Nadelöhr der B25 im Stadtgebiet von Wieselburg der Vergangenheit angehört“, ist auch Landeshauptmann und Landesverkehrsverantwortlicher Erwin Pröll überzeugt.