Erstellt am 28. Oktober 2015, 05:02

Bereits 7.560 Flüchtlinge versorgt. Auch in der vierten Woche des Flüchtlings-Transitquartiers in Wieselburg verging kein Tag, ohne dass zwischen 250 und 350 Flüchtlinge ihr Nachtlager in Wieselburg aufschlugen und hier vom Roten Kreuz, Bundesheer, Caritas und Team Österreich bestmöglich versorgt wurden.

 |  NOEN, Christian Eplinger
„Wir haben insgesamt bisher bereits 7.560 Flüchtlinge hier betreut – gerechnet bis inklusive Montagabend dieser Woche. Derzeit kommen alle mit Zügen oder Bussen aus dem Süden und werden dann von uns mit Zügen oder Bussen nach Deutschland weitertransportiert. Dabei ist die Zahl jener, die hier bei uns um Asyl ansuchen, nach wie vor verschwindend gering“, weiß Franz Aspalter, der seitens des Roten Kreuzes die Leitung über das Transitlager innehat.

Am vergangenen verlängerten Wochenende (von Freitag bis Montag) war es gerade einmal eine vierköpfige Familie, die in Wieselburg über die Polizei Asyl in Österreich beantragt hat. Und wie in den Tagen zuvor verlief auch die vierte Woche ohne Probleme. „Ganz selten gibt es kleinere Zwischenfälle, aber die werden schnell und unkompliziert gelöst. Bisher läuft wirklich alles ganz problemlos. Ich bin überzeugt, dass das auch die nächsten Wochen so bleibt“, sagt Aspalter.

Die Melker Pioniere übernehmen

Bis am Montag dieser Woche waren tagtäglich die Grundwehrdiener der Amstettner Kaserne mit dem Aufräumen und Frisch-Überziehen des Bettenlagers im Notquartier in Wieselburg im Einsatz. Ab Dienstag (27. Oktober) übernahmen Soldaten der Biragokaserne Melk diese Tätigkeiten.

Schulen spenden für Flüchtlinge

Viele Schachteln mit Sachspenden sammelten die Schüler und Lehrer der Neuen Mittelschule und der Volksschule Wieselburg in einer engagierten Sammelaktion.

Zahlreiche Schachteln mit Bekleidung und Hygieneartikeln wurden an Andrea Kern von der „youngCaritas“ übergeben. „Alle waren unglaublich motiviert. Gemeinsam konnten wir ein Zeichen für Menschen auf der Flucht setzen“, freut sich NMS-Direktorin Rosa Maria Hörhann.