Erstellt am 03. Januar 2018, 04:50

von Christian Eplinger

533 Wahlberechtigte weniger als 2013. 35.407 Personen sind am 28. Jänner im Bezirk berechtigt, zur Wahlurne zu schreiten. Das sind deutlich weniger als vor fünf Jahren.

 |  APA (dpa)

In vier Wochen wählt Niederösterreich einen neuen Landtag. Die kandidierenden Listen und die Wahlberechtigten stehen nun endgültig fest.

Im Scheibbser Bezirk gibt es am 28. Jänner 35.407 Wahlberechtigte, davon 17.568 Männer und 17.839 Frauen. Das sind insgesamt um 533 Wahlberechtigte weniger als bei den Landtagswahlen 2013.

Damit liegt der Scheibbser Bezirk im Trend. Auch in Niederösterreich ist die Anzahl der Wahlberechtigten um 18.111 Personen auf 1.386.343 gesunken. Das dürfte die Auswirkung der teils heftig diskutierten Änderung des Landesbürgerevidenzgesetzes sein, durch das nicht mehr jeder Zweitwohnsitzer automatisch wählen darf, sondern um seine Wahlberechtigung ansuchen muss.

Bezirk Scheibbs ohne Direktmandat

Um diese 35.407 Stimmen im Scheibbser Bezirk werben fünf Parteien auf Wahlkreisebene. Der Bezirk Scheibbs hat durch die Auflösung des Bezirks Wien-Umgebung kein Direktmandat mehr, weil sich die Wahlzahl gravierend verändert hat.

VP-Mandatar Anton Erber, bisher mit Direktmandat im Landtag, muss sich im VP-internen Vorzugsstimmenduell gegen die Spitzenkandidaten aus den Bezirken Horn, Waidhofen/Thaya, Gmünd und Lilienfeld durchsetzen. Für die beiden Kandidaten mit den meisten Vorzugsstimmen (prozentuell gerechnet an den gültigen abgegebenen Stimmen) gibt es einen Fixplatz über die VP-Landesliste.

SP-Mandatarin Renate Gruber braucht ein gutes Bezirksergebnis und landesweite Zugewinne der SPÖ, um eventuell über die Landesliste wieder den Einzug zu schaffen. Dort ist sie allerdings nur auf dem 16. Listenplatz gereiht. Derzeit hält die SPÖ bei 13 Mandaten und zwei Regierungsmitgliedern.

Relativ geringe Chancen für Teufel

Relativ gering sind die Chancen auf ein Landtagsmandat auch für FP-Bezirksspitzenkandidat Reinhard Teufel. Er steht auf dem achten Platz der FP-Landesliste. Diese müsste damit ihre Mandatanzahl verdoppeln.

Neben ÖVP, SPÖ und FPÖ treten auch die Grünen und die NEOS im Wahlkreis Scheibbs an. Auf der Liste der Grünen befinden sich die beiden Purgstaller Grün-Gemeinderäte Christian Müller und Elisabeth Rinner.

Für die NEOS geht im Scheibbser Bezirk der aus Michelbach stammende Ulrich Mayer ins Rennen. Der 31-jährige Angestellte sitzt in seiner Heimatgemeinde im Bezirk St. Pölten-Land für die NEOS im Gemeindevorstand.

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