Erstellt am 17. August 2016, 05:00

von Jutta Streimelweger

Steiner-Aus war spürbar . Mostviertel-Tourismus-Chef Andreas Purt resümiert über die ersten sechs Monate des Jahres.

Mostviertel-Tourismus-Geschäftsführer Andreas Purt zog Halbjahresbilanz. Er zeigt sich vorsichtig optimistisch was 2016 betrifft.  |  NOEN, Streimelweger

Mit einer schwachen Wintersaison starteten die Tourismusregionen des Scheibbser Bezirks in das neue Jahr. „Jänner und Februar waren nicht unbedingt berauschend“, gibt Mostviertel-Tourismus-Geschäftsführer Andreas Purt vor allem dem Wetter die Schuld daran.

„Es lag einfach zu wenig Schnee. Aber der März war schon wieder erfreulich, da war die Schneelage dann super. Hier hatten wir ein hohes Plus, das hat gepasst.“ Die Wintersaison insgesamt betrachtet schaffe man so sogar ein leichtes Plus gegenüber der letzten Saison 14/15: „Die hatte damals auch erst recht spät begonnen.“

Regenwetter nicht gern gesehen

Besser waren die Monate Mai und April, hier konnte ein Zuwachs an Touristen verbucht werden: „Der Juni war leider wieder etwas verregnet“, erklärt Purt. Eine Einschätzung über das heurige Jahr trifft Purt auch: „Gefühlsmäßig würde ich sagen, dass wir über dem Jahr 2014 liegen. Das letzte Jahr war aufgrund der Landesausstellung ein Ausnahmejahr.“

Die nächsten Wochen der Sommersaison seien dabei sehr wetterabhängig: „Es ist wie im Winter – gibt es Schnee kommen auch die Gäste, gibt es keinen Schnee, bleiben die Gäste aus.“ Regenwetter ist daher im Sommer nicht so gern gesehen: „Aber generell erleben wir vor allem im August einen deutlichen Aufschwung. Es ist so, dass die Leute dann meist schon am Strand waren und hier haben sie noch ihren zweiten Urlaub.“ Auch die Feiertage seien spürbar.

„Wir haben schon 1.250 Karten mehr als im Vorjahr ausgegeben und auch bei den Attraktionen ist ein deutliches Plus spürbar.“

Andreas Purt, Mostviertel-Tourimus

Für den Herbst zeigt sich der Mostviertel-Tourismus-Geschäftsführer auch zuversichtlich: „Vorausgesetzt das Wetter ist gut.“ Anfragen gäbe es bereits und auch für die Tourismus-Jahresbilanz ist Purt optimistisch: „Ich denke, da wird nicht so viel auf und ab zwischen 2016 und 2015 sein.“ Was die kommende Wintersaison betrifft, müsse man sich auf immer späteren Schnee einstellen: „Die Sommersaison wird länger und das bringt auch Chancen.“

Besonders gut angenommen werde die „Wilde Wunder Card“: „Wir haben bis jetzt schon 1.250 Stück mehr Karten als im Vorjahr ausgegeben und auch bei den Attraktionen ist ein deutliches Plus spürbar.“

Steiner-Ende in Purgstall spürbar

Andreas Purt nahm für die NÖN auch die Zahlen zu den einzelnen Gemeinden unter die Lupe: „In Göstling gab es ein Plus im Vier-Sterne-Bereich und bei den Privatzimmern, bei den Ankünften konnte ein Zuwachs von 1.628 erreicht werden.“

In Purgstall zeichne sich in der Statistik deutlich das Zusperren des Hotel Steiner im Ortszentrum ab: „Das trägt sicher zum Nächtigungsminus von 2.955 bei.“ Allerdings dürfe nicht vergessen werden, dass in diesen Zahlen derzeit noch der Campingplatz unberücksichtigt ist: „Da kommen ungefähr noch 700 Nächtigungen dazu.“

In Gaming seien die Zahlen schwankend und in Lunz habe man letztes Jahr ein sensationelles Ergebnis erreichen können: „Das lag sicher auch am Wetter und der Landesausstellung. Für dieses Jahr bin ich vorsichtig optimistisch.“ In Wieselburg sei alles stabil: „Da gibt es sicher jetzt auch Nächtigungen von den Arbeitern der Baustelle.“ Das größte Plus in Prozent bei den Nächtigungen (+56,9 %) konnte Gresten verzeichnen.