Gresten

Erstellt am 02. August 2016, 05:00

von Christian Eplinger

Gresten: Zwei Plätze verloren, aber weiter top in NÖ. Die Marktgemeinde Gresten bleibt jene Gemeinde in Niederösterreich mit höchster Bonität – „noch“, wie der Ortschef weiß.

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Nach Platz zwei im Vorjahr rangiert die Marktgemeinde Gresten im Bonitätsranking der österreichischen Gemeinden heuer auf dem vierten Platz. In Niederösterreich ist man aber weiterhin knapp die Nummer eins. Schönkirchen-Reyersdorf (Bezirk Gänserndorf) ist heuer auf den fünften Gesamtrang nach vor gestoßen. Die beste Bonität Österreichs genießt die Gemeinde Reichersberg in Oberösterreich.

Alljährlich analysieren die Experten des KDZ (Zentrum für Verwaltungsforschung) im Auftrag des Gemeindemagazins „public“ die Bonität der österreichischen Gemeinden. Ausschlaggebend dabei sind die vier Dimensionen Ertragskraft, Eigenfinanzierungskraft, Verschuldung und finanzielle Leistungsfähigkeit. Vier Dimensionen, die der Marktgemeinde wie auf den Leib geschnitten sind.

"Bei uns rechnet sich jede Infrastruktureinrichtung"

„Bei uns rechnet sich durch die räumliche Kleinheit und die Dichte des Siedlungsgebietes jede Infrastruktureinrichtung, sodass wir in den letzten Jahren bei Projekten keine Darlehensaufnahmen benötigt haben. Wir können praktisch jedes Vorhaben aus Rücklagen finanzieren. Hinzu kommen Kommunalsteuereinnahmen von über einer Million Euro, die uns auch den nötigen Handlungsspielraum bei Investitionen geben“, weiß Bürgermeister Wolfgang Fahrnberger (SPÖ), der sich zwar sehr über das neuerlich gute Abschneiden seiner Gemeinde freut, dieses aber nicht überbewerten will. „Es gibt trotzdem finanzstärkere Gemeinden als unsere“, weiß Fahrnberger.

"Als Investor und nicht als Sparmeister auftreten"

Umso wichtiger ist ihm, dass die Gemeinde weiter in die Wirtschaft investiert und als Investor und nicht als Sparmeister auftritt. Heuer wird etwa die Kläranlage mit Gesamtprojektkosten von 3,5 Millionen Euro fertiggestellt. „Dazu haben wir allerdings ein zinsgestütztes Darlehen von 1 Million Euro aufnehmen müssen, wodurch wir im nächsten Jahr im Bonitätsranking sicher nicht mehr unter den Top Zehn sein werden“, weiß Fahrnberger.

Übrigens: Als zweite Gemeinde des Bezirks ins Top-250-Bonitätsranking hat es Wieselburg geschafft, das heuer auf Platz 235 rangiert – um 17 Plätze schlechter als im Vorjahr.

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