Erstellt am 20. April 2017, 05:00

von Johannes Reiterits

Schnelles Internet für Lunz. Nun ist es fix: Auch die Lunzer Bevölkerung hat sich für den Anschluss an das Glasfasernetz entschieden. Bürgermeister Ploderer: „Haben bereits knapp 400 Anträge.“

Bürgermeister Martin Ploderer ist sichtlich erfreut über die eingetroffenen nöGIG-Glasfaser-Anmeldungen. Das Ybbstal ist eine von vier Pilotregionen in Niederösterreich. Die Bevölkerung aller sieben Pilotregion-Gemeinden – Lunz, Göstling, Waidhofen/Ybbs, Opponitz, Hollenstein, St. Georgen/Reith und Ybbsitz – hat sich für die Errichtung der Glasfaserleitung entschieden.  |  Johannes Reiterits

Nach dem positiven Ausgang der Befragung in Göstling Ende letzten Jahres hat man nun auch die Gemeindebevölkerung von Lunz gefragt, ob sie Interesse an einer Anbindung an das zukünftige Glasfasernetz hat. Und auch sie hat sich eindeutig dafür entschieden.

"Wichtige Infrastruktur für ländlichen Raum"

Grafik: nöGIG

Nötig für den geförderten Anschluss in der Pilotregion Ybbstal-Eisenstraße war die Anmeldung von mindestens 40 Prozent der Haushalte im Gemeindegebiet. Diese Marke wurde mit knapp 400 aufliegenden Bestellungen laut Gemeinde sogar deutlich überschritten. Bürgermeister Martin Ploderer, ein „Kämpfer“ für die Anbindung an das Glasfasernetz, ist entsprechend erfreut über den Entscheid für das High-Speed-Netz: „Damit schaffen wir eine wichtige Infrastruktur für den ländlichen Raum in der Pilotregion Ybbstal-Eisenstraße. Ich bin begeistert, dass sich sogar schon mehr als die Hälfte der Lunzer Haushalte für dieses Projekt angemeldet hat.“

Wer sich bis zum 17. April angemeldet hat, bekommt den Anschluss zum Sonderpreis von 200 Euro bereitgestellt. Für Spätentschlossene gibt es aber weiterhin die Möglichkeit, ihr Gebäude ans Netz anzuschließen. Diese Anmeldungen kosten jetzt aber 600 Euro. Neben Lunz und Göstling sind weitere fünf Gemeinden aus dem Ybbstal in der Pilotregion dabei.

5,3 Millionen Euro veranschlagt

„Wir freuen uns sehr, dass die gesamte Pilotregion großes Interesse am Glasfasernetz hat. Lunz war die letzte Gemeinde, die die Anmeldefrist erfolgreich ausgeschrieben hat. Somit sind jetzt alle Gemeinden für die Bereitstellung des Netzes.

Die Kosten für das Zukunftsprojekt des Bauträgers nöGIG sind für das heurige Jahr 2017 mit rund 5,3 Millionen Euro veranschlagt. Finanziert wird das Ganze hauptsächlich aus Landesgeldern und Mitteln aus der Breitband-Milliarde des Bundes. Die Detailplanungen für die gesamte Pilotregion laufen gerade an. Für die ersten genaueren Begehungen gibt es noch keinen konkreten Termin. Wir hoffen aber, im Sommer schon beginnen zu können“, erklärt Reinhard Baumgartner, Bereichsleiter für Vertrieb und Kommunikation der nöGIG.