Erstellt am 29. März 2016, 11:14

von Karin Katona

Den Rettungsdienst in die Wiege gelegt. Zivildiener Patrick Bratfisch aus Lackenhof schloss seine erste Bekanntschaft mit Rettungssanitätern bei seiner Geburt.

Der heute 20-jährige Zivildiener und Neo-Rettungssanitäter Patrick Bratfisch aus Lackenhof mit seinen Kollegen Manfred Teufl (links) und Helmuth Mader (rechts).  |  NOEN, Lukas Huerner

8. Jänner 1996: In den frühen Morgenstunden werden der Rettungstransportwagen Gaming und der Scheibbser Notarztwagen zu einem Notfalleinsatz gerufen. Bei einer Frau aus Lackenhof haben starke Wehen eingesetzt, alles deutet auf eine rasche Geburt hin.

Die Sanitäter entscheiden sich für einen „Rendevouzeinsatz“ – sie fahren dem Notarztwagen mit der werdenden Mutter entgegen. In der Nähe des Peutenburger Felsens bei St. Anton ist die Fahrt allerdings zu Ende – der kleine Patrick will nicht mehr warten, er erblickt im Rettungswagen das Licht der Welt. Die Sanitäter erweisen sich als tüchtige Hebammen, die Geburt verlauft ohne Komplikationen.

Wiedersehen nach 20 Jahren

1. Jänner 2016: Nach 20 Jahren kommt es endlich zu einem Wiedersehen zwischen Patrick Bratfisch und seinen rot-weiß gekleideten Geburtshelfern – und seither fast täglich. Denn seit Anfang Jänner leistet der junge Mann aus Lackenhof seinen Zivildienst als Rettungssanitäter beim Roten Kreuz im Bezirk Scheibbs und fährt selber im Rot-Kreuz-Wagen mit.

„Die Ausbildung zum Rettungssanitäter hat Patrick sehr souverän absolviert. Kein Wunder, durch seinen rasanten Start ins Leben ist ihm dieser Beruf ja sozusagen in die Wiege gelegt“, zollt Ausbildungsleiter Lukas Hürner von der Rot-Kreuz-Bezirksstelle Scheibbs seinem Zivildiener Lob. Eines steht für Patrick nach einem Quartal Rettungsdienst jetzt schon fest: „Nach dem Zivildienst werde ich als Freiwilliger weiter beim Roten Kreuz tätig sein!“

Was wäre auch naheliegender für jemanden, der seinen ersten Schrei in einem Rettungswagen getan hat...