Erstellt am 27. Oktober 2015, 11:47

von Christian Eplinger

Der Opa ist im Himmel. In der Vorwoche verlor der erst 56-jährige Hans Weichberger seinen Kampf gegen den Krebs. Ehefrau, Tochter und seine beiden Enkelkinder waren sein Ein und Alles.

Hans Weichberger .Foto: privat  |  NOEN, privat

„Ist der Opi mit dem Auto in den Himmel gefahren?“, fragte die kleine Alessa, die Tochter von Vanessa Weichberger, in der Vorwoche.

Die dreijährige Enkeltochter und der zweijährige Enkelsohn Fabio waren die großen Schätze von Hans Weichberger, Tochter Vanessa sein großer Stolz. Waren. Denn am vergangenen Mittwoch schloss der 56-Jährige für immer seine Augen.

Nach Meisterprüfung im elterlichen Betrieb

Geboren am 5. Mai 1959 als zweites Kind der Unternehmerfamilie Weichberger in Oberndorf, wuchs er in seiner Heimatgemeinde auf, ging dort zur Schule und besuchte danach die Fachschule für KFZ-Technik in Steyr.

Nach der KFZ-Meisterprüfung trat er in den elterlichen Betrieb ein, dessen Geschäftsführung er gemeinsam mit seiner Schwester Grete Blauensteiner 1990 übernahm.

Damals gab es neben dem Stammhaus in Oberndorf zwei Filialen in Wieselburg und St. Pölten und die BP-Tankstelle in Merkenstetten. Unter der Führung von Hans Weichberger und seiner Schwester wuchs das Unternehmen beachtlich. Heute hat die Firma Weichberger 19 Standorte und über 220 Mitarbeiter.

Fußball, Tennis, Golf und der Rallyesport

Hans Weichberger war auch schon früh sportlich in den Vereinen aktiv. Fußball, Tennis und später Motorsport und Golf waren seine große Leidenschaft.

Als Kicker spielte er aktiv in Oberndorf, Purgstall und Scheibbs. Als Tennisspieler wurde er sowohl in Scheibbs als auch in Wieselburg Vereinsmeister und als Rallyepilot war er bei zwei WM-Läufen in Schweden im Einsatz. Und als Golfer prägte er lange Zeit das Geschehen im Golfclub Ernegg mit.

Dazu hatte er auch als Sponsor immer ein offenes Ohr für Veranstalter oder Vereine und engagierte sich auch im Club 24 und im Club 10 für soziale und karitative Projekte.

„In den letzten Jahren ging Hans aber voll in der Rolle des Opas auf und verbrachte so viel Zeit wie möglich mit seinen Enkelkindern. Die Familie war dem Hans immer am wichtigsten“, betont Ehefrau Ursula Weichberger.

Auch als er im März dieses Jahres die Diagnose Krebs in weit fortgeschrittenem Status erhielt, blieb er aktiv und immer sehr hoffnungsvoll. Bis einen Tag vor seinem Tod klagte er nie über Schmerzen und hat gegen den Krebs gekämpft.

Einen Kampf, den er am vergangenen Mittwoch endgültig verloren hat. Am Dienstag (27. Oktober) findet in der Stadtpfarrkirche Wieselburg um 14 Uhr die feierliche Verabschiedung von Hans Weichberger statt. Anstelle von Blumen und Kränzen bittet die Trauerfamilie um eine Spende für die Palliative Care im Krankenhaus Scheibbs bei der Opfersammlung während des Gottesdienstes.