Erstellt am 24. Januar 2018, 04:07

von Christian Eplinger

Auf der Jagd nach 2.655 freien Stimmen. Die Spitzenkandidaten des Bezirks setzen in den letzten Tagen nochmals auf Verteilaktionen und persönliche Gespräche.

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Egal ob Einkaufszentrum, Marktplatz oder Dorfwirtshaus – die Bezirksspitzenkandidaten oder zumindest ihre Wahlhelfer von ÖVP, SPÖ und FPÖ geben sich derzeit praktisch die Klinke in die Hand. „in den letzten Tagen heißt es, nochmals intensiv unterwegs zu sein und möglichst viele gute persönliche Gespräche zu führen“, weiß ÖVP-Spitzenkandidat Anton Erber.

Er hat unter allen Kandidaten die meiste Wahlkampf-Erfahrung. Immerhin ist er bereits seit 20 Jahren im Landtag. Es ist dies sein fünfter Landtagswahlkampf, wobei er wie zu Beginn seiner Polit-Karriere intensivst um Vorzugsstimmen werben muss. Musste er sich 1998 mit den Vorzugsstimmen das Jugendmandat des Landes sichern, so gilt es dieses Mal, sich zumindest als zweitstärkster Spitzenkandidat jener fünf Bezirke ÖVP-intern durchzusetzen, die alle nicht mehr über ein Direktmandat verfügen. Neben dem Bezirk Scheibbs rittern darum die Bezirke Horn, Gmünd, Waidhofen/Thaya und Lilienfeld. „Die Stimmung ist gut, aber wie heißt eine alte Weisheit: Stimmung macht noch keine Stimmen“, weiß Erber.

Auch SPÖ-Spitzenkandidatin Renate Gruber ist derzeit fast überall zugegen. Sie weiß, dass nur ein gutes Bezirks- und Vorzugsstimmenergebnis ihr zum Wiedereinzug in den Landtag verhelfen kann. Sie ist auf der Landesliste auf dem 16. Platz gereiht. Dem „Kampfmandat“, wie sie selbst lächelnd betont.

Aufgrund seiner beruflichen Verpflichtungen als Kabinettschef im Innenministerium kommt FPÖ-Spitzenkandidat Reinhard Teufel nicht ganz so sehr zum Wahlkämpfen wie er sich das wünschen würde. Aber dafür unterstützen ihn die Bezirks-Funktionäre und auch seine Frau dabei tatkräftig.

Während die ÖVP ihr Bezirksergebnis vor allem halten will, haben alle anderen Parteien einen Zugewinn im Bezirk als großes Ziel. Dabei sind auch 1.995 Stronach-Stimmen zu vergeben. Die Liste Frank, die heuer nicht mehr antritt, war 2013 im Ötscherland die drittstärkste Kraft. Weitere 654 Stimmen der Mut-Bürger und der KPÖ sind ebenfalls im luftleeren Raum.