Erstellt am 30. Januar 2016, 05:03

von Christian Eplinger

Erste E-Autotankstelle in Lunz am See. Erste öffentlich zugängliche Elektrotankstelle für E-Autos soll vor allem ein Service für die Gäste sein.

Eröffneten am Kirchenplatz bei tiefen Minusgraden die erste öffentliche E-Tankstelle in Lunz am See, von links: Gerhard Eppensteiner vom Autohaus Lunz, Raiba-Direktor Johann Vieghofer, Michaela Schwaighofer (E-Werk Schwaighofer), Raiba-Bankstellenleiter Thomas Helmel, Bürgermeister Martin Ploderer und Vize Josef Schachner.  |  NOEN, CE

Seit Freitag ist die erste öffentliche Tankstelle für Elektro-Autos in der Seegemeinde in Betrieb - einzig die vorgesehene Parkflächenkennzeichnung fehlt noch.

Ein Parkplatz direkt vor der Raiffeisenbank am Kirchenplatz ist aber ab sofort für Elektro-Autos reserviert. Die können dort „betankt“ werden – bis 30. Juni sogar kostenlos. Danach wird die über die Firma Smatrics abgerechnet.

„Der Preis pro benötigter Kilowattstunde beläuft sich auf rund 15 Cent pro Stunde Ladezeit. Sprich bei einer Volltankung für ein Auto mit 22 kWh kostet es rund 13 Euro“, erklärt Michaela Schwaighofer vom E-Werk Schwaighofer, einem der drei Partner dieses Projektes. Sie garantiert, dass hier ausschließlich Ökostrom verwendet wird.

Die weiteren Projektpartner sind die Raiffeisenbank Region Eisenwurzen Bankstelle Lunz, deren Bankstellenleiter Thomas Helmel das Projekt ins Leben gerufen hat, und die Gemeinde Lunz am See. „Wir wollen beim Thema E-Mobilität eine Vorreiterrolle übernehmen“, sagte Helmel bei der Eröffnung am Raiba-Energiespartag am Freitag.

Zwei Steckplätze für E-Fahrräder

Für Bürgermeister Martin Ploderer, der selbst mit seinem wintertauglichen E-Fahrrad zur Eröffnung gekommen war, ist es vor allem ein Service für die Lunzer Gäste. „Es gibt derzeit sechs oder sieben Lunzer, die mit E-Autos unterwegs sind. Die tanken ohnehin zu Hause. Aber für Gäste, die in Lunz Erholung suchen, einen Tagesausflug machen oder auch nur auf Durchreise sind, ist das eine Möglichkeit, dass sie nicht nur selbst in unserer wunderschönen Natur ihre Lebensenergie auftanken, sondern auch die Akkus ihres Autos wieder aufladen können“, unterstrich Martin Ploderer.

Neben dem Steckplatz für ein E-Auto (die Tankstelle ist bei Bedarf auch für weitere Autos aufrüstbar), gibt es auch zwei Steckplätze für E-Fahrräder, die allerdings erst im Frühjahr in Betrieb genommen werden. Denn „so hartgesotten wie unser Bürgermeister sind die wenigsten. Die meisten E-Bikes sind jetzt über den Winter im Keller verstaut“, lächelte Thomas Helmel.