Scheibbs

Erstellt am 19. April 2017, 05:00

von Christian Eplinger

Zehn Jahre nach erstem Plan: Zubau eröffnet. Am kommenden Sonntag wird der neue FF-Haus-Zubau offiziell eröffnet – sieben Monate später als geplant. Die ersten Überlegungen für einen Zubau gab es bereits 2007.

Kommandant-Stellvertreter Andreas Kurz, Kommandant Heinz-Gregor Ziegler und Verwalter Norbert Loschko (von links) freuen sich schon auf die offizielle Eröffnung anlässlich des Umbaus des FF-Hauses am Sonntag. In den letzten Tagen wurde noch eifrig alles geputzt (kleines Bild).  |  Eplinger

154 Jahre alt ist die aktuell 110 Mitglieder starke Freiwillige Feuerwehr Scheibbs. Am Sonntag steht wieder einmal ein großes Fest an. Der bereits Ende 2015 fertiggestellte Zubau wird offiziell eröffnet.

1988 sind die Scheibbser Florianis von der Schulgasse in die Rutesheimerstraße übersiedelt. Seit 2007 geisterten immer wieder Um- und Zubaupläne in den Köpfen des FF-Kommandos herum.

„Seit wir 1998 die ersten Frauen bei unserer Wehr aufgenommen und 2000 auch die Jugend-FF gegründet haben, wussten wir, dass wir mehr Platz brauchen würden. Dazu kam, dass auch die Fahrzeuge immer größer wurden. So haben wir 2007 erstmals einen Plan für einen Umbau gezeichnet“, erinnert sich Andreas Kurz, heute FF-Kommandant-Stellvertreter zurück.

"Rund 15.000 unentgeltliche Stunden"

Gefühlte 30 Pläne später war es im Sommer 2014 so weit: Am 30. Juni erfolgte der Spatenstich für den Zu- und Umbau. Zwei große Garagen, erweiterte Umkleide- und Sanitärräume (getrennt für Damen und Herren), ein Jugendraum, ein neuer großer Schulungsraum und neue Aufenthaltsräume wurden in eineinhalbjähriger Bauzeit errichtet. Rund 750 m mehr Nutzfläche hat die Feuerwehr nun zur Verfügung.

2016 wurde schließlich auch noch der Altbau völlig saniert. Somit steht jedem Sachbereich nun ein eigener Arbeitsbereich zur Verfügung.

1,5 Millionen Euro waren für den gesamten Um- und Zubau veranschlagt. Die Kosten teilten sich Land, Gemeinde und Feuerwehr, wobei letztere ihren Anteil vor allem mit Eigenleistungen einbrachte. „Inklusive Planung und Besprechungen haben unsere Leute rund 15.000 freiwillige und unentgeltliche Stunden für den Umbau aufgewandt – mehr als ursprünglich vereinbart“, weiß Verwalter Norbert Loschko.

Dank Freiwillger mehr möglich als geplant

„Durch diesen tollen Einsatz konnten wir auch mehr machen, als wir geplant hatten. Wir haben jetzt eine geschlossene Waschbox, die Außenanlagen wurden neu angelegt und vor allem auch der Altbau thermisch saniert“, freut sich Kommandant Heinz-Gregor Ziegler.

Dass sich die offizielle Eröffnung um rund sieben Monate nach hinten verschoben hat, sieht man bei der Feuerwehr mittlerweile schon wieder gelassen. „Es gab eine elektrochemische Korrosion bei einigen Heizungsleitungen, weshalb wir diese nochmals völlig erneuern mussten. Aber zum Glück hat sich alles in Wohlgefallen aufgelöst und wir sind nun froh über unser modernes und bestens ausgestattetes Gebäude“, sagt Ziegler.

 In den letzten Tagen wurde noch eifrig alles geputzt  |  NOEN