Wieselburg

Erstellt am 09. April 2017, 19:08

von Nina Pöchhacker

Von Theorie zur Praxis. Am Tag der offenen Tür präsentierten Studenten des Produktmarketing und Eventmanagement ihre Abschlussprojekte auf originelle und kreative Art und Weise.

 „Unser Bachelorprojekt beschäftigt sich mit Hunde- und Katzentee“, erklärte Susanne Eder beim Eintreten in den Projektraum des Teams „soulmaTEAS“. Einige Besucher des Tages der offenen Tür am Campus der Fachhochschule glaubten anlässlich des Datums zuerst an einen Aprilscherz.

Für den Informationstag am Samstag gestalteten Studenten des sechsten Semesters für die Interessenten 13 Räume, die jeweils von einem Bachelorprojekt inspiriert waren. Auftraggeber der Projekte sind Unternehmen wie die Molkerei Seifried, die OMV oder die Gemeinde Allhartsberg. Die Firma „GartenLeben“ mit Sitz in Zwettl erteilte in diesem Rahmen sechs Studenten die Aufgabe, eine Markteintrittsstrategie für Hunde- und Katzentee zu entwickeln.

„Am Anfang wirkt es ein wenig ungewohnt, aber der Tee kann flüssig verabreicht werden oder man kann ihn dem Trockenfutter beimischen. Er ist förderlich für die Nieren und die Leber des Tieres“, führt Thomas Schachinger weiter aus. Für die Firma „GartenLeben“ kreierten die Studenten drei verschiedene Verpackungen und ließen die Prototypen von den Gästen am Tag der offenen Tür bewerten – eine kleine Marktstudie. Den Projektraum selbst verwandelten sie in den New Yorker Central Park und für mitgebrachte Hunde der Besucher gab es Wasser und Futter.

Unterschied zwischen Theorie und Praxis

„Bei unseren Meilensteinen im Projekt haben wir Präsentationen beim Auftraggeber. Eigentlich wenden wir die Theorie der vergangenen fünf Semester jetzt bei diesem Projekt in der Praxis an und lernen dabei, dass man immer noch kreativ bleiben muss“, beschreibt Susanne Eder das Bachelorprojekt an der FH.

Neben den zwölf Kooperationen mit realen Unternehmen fällt einer Gruppe ein Gründungsprojekt zu. Acht Studenten arbeiten hier am Aufbau und Vermarktungskonzept einer Buchungsplattform für Zugreisen. Nikolaus Nenning, Student an der Fachhochschule und selbst Mitglied bei der Österreichischen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (kurz: ÖGEG) hatte die Idee für eine übergreifende Buchungsseite: „Die ÖBB hat sich aus dem Bereich der Nostalgiefahrten zurückgezogen und zurzeit vermarktet jeder Verein seine Fahrten alleine. Wir möchten jetzt eine digitale Buchungsplattform für Erlebnis-Zugreisen gründen.“

Ihr Projekt präsentierten Konrad Dorner, Sophia Fehr, Stefanie Nagl, Nikolaus Nenning, Stefan Stampfer, Peter Steininger, Andreas Theuretzbacher und Barbara Zöchbauer im Ambiente eines nostalgischen Waggons, der ihnen von der ÖGEG zur Verfügung gestellt worden war.

Für zukünftige Studenten der Fachhochschule ist die Darstellung der Bachelorprojekte in dieser Art unterhaltsamer und interaktiver als reine Vorträge. „In dieser lockeren Umgebung fällt es vielen auch leichter, den Studierenden Fragen zum Bachelorstudiengang zu stellen und sie sehen, welche Inhalte sie am Ende des Studiums beherrschen werden“, erklärt Anja Ebertz, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Campus Wieselburg, die Gestaltung des Informationstags. Neben dem Besuch der Projekträume nahmen Gäste an geführten Campustouren teil, ließen sich beraten und wirkten bei Tests in den Forschungseinrichtungen mit.