Erstellt am 10. März 2016, 05:04

von Karin Katona

Gastkind aus Belarus: „Der Abschied war hart“. ;Aktion "Erholung für Kinder aus Belarus" sucht für den Sommer Gastfamilien, die Kinder aus der Region um Tschernobyl aufnehmen möchten.

Katsiaryna (aus der Republik Belarus war bei Norbert, Leonie, Martina und Florian Heigl in Lunz zu Gast: »Es ist eine schöne Freundschaft entstanden. Wir können diese Erfahrung nur weiterempfehlen!«  |  NOEN, privat

"Katja war für unsere Familie eine große Bereicherung und ist für meine Tochter bis heute eine ganz besondere Freundin“, sagt Martina Heigl aus Lunz am See.

Die Rede ist von Katsiaryna, ihrem Gastkind aus Belarus, das im Rahmen der Aktion „Erholung für Kinder aus Belarus“ drei Ferienwochen bei der Familie Heigl verbracht hat. „Katja ist uns sehr ans Herz gewachsen. Sie hat uns insgesamt drei Mal besucht. Der Abschied war jedesmal hart“, berichtet Martina Heigl. „Das Mädchen ist mittlerweile mit seiner Mutter nach Norwegen gezogen, aber wir halten weiterhin guten Kontakt.“

"Kinder brauchen unsere Hilfe dringend"

Viele Bewohner der Republik Belarus sind auch 30 Jahre nach Tschernobyl erhöhter Strahlung ausgesetzt. Das Projekt „Erholung für Kinder aus Belarus“ ermöglicht Kindern aus verstrahlten Zonen, drei Ferienwochen bei einer Gastfamilie im Ausland zu verbringen. Projektleiterin Maria Hetzer vom NÖ Landesjugendreferat kümmert sich vor allem um Kinder aus entlegeneren Dörfern.

„Diese Kinder brauchen unsere Hilfe am dringendsten. Ich fahre selbst in die Dörfer, suche dort den Kontakt zu Schulen und besuche die Familien der Kinder“, erläutert Maria Hetzer. Für den Sommer 2016 werden noch Gastfamilien gesucht.

Info: www.belarus-kinder.net