Erstellt am 02. Februar 2016, 05:03

von Christian Eplinger

Gösing als Filmkulisse. „Wilde Maus“ nennt sich der neueste Film von und mit Josef Hader. Für den Showdown bildet Gösing die Kulisse. Drei Tage lang wurde rund um das Alpenhotel gedreht.

Alpenhotel-Direktor Klaus-Dieter Heilmann (links) mit seinen prominenten Filmgästen, von links: Josef Hader, die beiden Darsteller Karl Furtlehner und Gerhard Haubenberger, Produzent Michael Katz sowie Tontechniker Sergey Martynyuk.  |  NOEN, Karl Furtlehner

Als der 50-jährige Georg seinen Job als Musikkritiker bei einer Wiener Zeitung verliert, verheimlicht er dies seiner jüngeren Frau Johanna, die ein Kind von ihm will.

Er startet nächtliche Rachefeldzüge gegen seinen ehemaligen Chef, die als kleine Sachbeschädigungen beginnen, sich dann aber zu größeren Anschlägen steigern. Tagsüber verbringt er seine Zeit im Prater und trifft dort seinen ehemaligen Mitschüler Erich, der ebenfalls arbeitslos ist. Gemeinsam mit diesen und dessen rumänischer Freundin Nicoletta beginnt er, eine alte Achterbahn zu renovieren. Innerhalb weniger Tage gerät sein Leben vollkommen aus den Fugen.

Glück mit Schneedecke bei den Dreharbeiten

Das ist der Inhalt von „Wilde Maus“, dem neuesten Film von Josef Hader, bei dem dieser nicht nur die Hauptrolle spielt, sondern erstmals auch für Buch und Regie verantwortlich zeichnet. Derzeit laufen gerade die Dreharbeiten. Während ein Großteil des Films in Wien spielt, bildet für eine Woche auch Niederösterreich die Filmkulisse. Nach Lahnsattel war das Filmteam mit Produzent Michael Katz und den anderen Hauptdarstellern Pia Hierzegger, Jörg Hartmann, Denis Moschitto und Georg Friedrich auch drei Tage im Alpenhotel Gösing stationiert.

„In Gösing wurde der Showdown des Filmes gedreht. Dazu war laut Drehbuch unbedingt eine Schneedecke von mindestens 25 Zentimeter von Nöten. Wir hatten ganz großes Glück, denn sowohl vor unserer Drehwoche, als auch direkt danach wären die Dreharbeiten unmöglich gewesen“, schildert Katz gegenüber der NÖN. Übrigens wird man im Film auch die gesamte Region sehr gut erkennen.

Ab 17. Jänner 2017 in den Kinos

„Es gibt viele Szenen mit Ötscherblick, die in Gösing gedreht worden sind. Zusätzlich gibt es eine Autoszene, die mit einem Oktokopter gedreht worden ist und wunderbare Flugaufnahmen von Puchenstuben kommend durch die Ötscher Tormäuer zeigt“, verrät Michael Katz. Das Gesamtbudget des Films beläuft sich auf 2,9 Millionen Euro.

Finanziert wird der Film vom Österreichischen Filminstitut, dem Filmfonds Wien, dem ORF, ARD/Degeto und der Filmförderung des Landes Niederösterreich (100.000 Euro). Der Film wird Anfang September fertiggestellt werden und kommt am 17. Jänner 2017 in die Kinos. Im Februar soll er dann bei der Berlinale für Furore sorgen. Im TV wird „Wilde Maus“ im Sommer 2018 zu sehen sein.