Göstling an der Ybbs , Lunz am See

Erstellt am 20. Juli 2016, 05:00

Besucherzentrum für Wildnisgebiet Dürrenstein?. Freunde des Wildnisgebietes übergaben Landesrat Stephan Pernkopf Petition für Errichtung eines Besucherzentrums. Als Orte kommen Lunz am See und Göstling in Frage.

 |  NOEN

Ein Besucherzentrum für das Wildnisgebiet Dürrenstein – geredet wird darüber schon seit Jahren, zwei fertige Grundkonzepte für mögliche Standorte in Göstling oder Lunz am See liegen in der Schublade. Es hapert nur mehr an der Finanzierung und dem grünen Licht dafür seitens der Politik.

Der Verein „Freunde des Wildnisgebietes Dürrenstein“ nahm daher sein jüngstes Zusammentreffen mit Landesrat Stephan Pernkopf zum Anlass, diesem eine Petition für ein Besucherzentrum zu überreichen. „Für uns und die gesamte Region wäre es wichtig, dass bald eine Entscheidung fällt – hoffentlich natürlich eine positive“, betonte Vereinsobmann Gustav Eder-Neuhauser.

„Ich bin überzeugt, dass die Grundsatzentscheidung noch heuer fallen wird. Da in dieses Projekt allerdings auch Bundes- und EU-Fördermittel fließen, liegt es nicht nur am Land, hier grünes Licht zu geben“, konnte Pernkopf nichts versprechen.

"Bin überzeugt, dass Grundsatzentscheidug noch heuer fallen wird"

Landesrat Stephan Pernkopf

Dennoch war man nach diesem Treffen durchaus optimistisch, das Besucherzentrum samt 360-Grad-Kino, Ausstellungs-, Seminar- und Laborräumlichkeiten, Verwaltungsbüro und einem kleinen Shop realisiert zu bekommen. In Lunz wären in das Projekt auch der WasserCluster und der Alpenverein (Bergsteigerdörfer) eingebunden. Die BOKU Wien, der WWF und die Universität Wien haben für das Projekt in Lunz bereits positive Stellungnahmen abgegeben. Vor allem für den WasserCluster ergäben sich Synergieeffekte, um im Zentrum Vortragsräumlichkeiten für Schulklassen zu schaffen.

Die Seegemeinde hat jedenfalls schon die Vorarbeit geleistet und das ehemalige Kirchenwirt-Areal samt bestehendem Tiefgaragenrohbau gekauft. Die Gesamtkosten in Lunz würden sich auf rund 3,5 Millionen Euro belaufen. In Göstling käme das Projekt um rund eine Million Euro teurer.

„Wir wären mit beiden Standorten glücklich. Wichtig ist nur die positive Entscheidung. Danach folgt ohnehin ein Architektenwettbewerb, sodass frühestens 2018 mit dem Bau begonnen werden könnte“, weiß Wildnisgebiet-Geschäftsführer Christoph Leditznig.