Erstellt am 21. Januar 2016, 05:03

von Christian Eplinger

Helfen um der Hilfe Willen. Unterstützung Der Verein Sirius sammelte für junge Steinakirchner Familie, der der Krebs im Herbst die Mutter genommen hatte, den bisher höchsten Spendenbetrag der Vereinsgeschichte.

Sie sorgten für den neuen Spendenrekord bei einem einzelnen Projekt des Vereins Sirius, von links, vorne: Martin Prem (ESV Wolfpassing), Lukas Hauß (KJ), Leo Heindl und Manuel Haselsteiner (Sirius), Josef Luger (GH Josefihof); stehend: Baumeister Gerold Stöger, Peter Glösmann (Glösmann Import), Elisabeth Frühauf (Mutter-Kind-Runde Wieselburg-Land), Michael Platzer (Sirius), Andrea Trauner (Mutter-Kind-Runde), Martin Mai (Sirius), Andreas Haas (Autowerkstatt Haas), Engelbert Glösmann, Christian Kramer (Wittur Austria), Martin Krenn (EAS), Karl Kletzander (Wittur Austria), Franz Öllinger, Patrick Dorninger (JVP), Gerhard Mock, Franz Grabenschweiger (ÖKB) und Andreas Hauß (Maschinenring). Ebenfalls beteiligt, aber nicht am Foto: Familie Fußthaler (Zum Gassl), Familie Harald Schoder, Kaufhaus Leyrer, die Firmen Viessmann und Poloplast, das Leitwerk, Elektroinstallationen Schmied, Landjugend Steinakirchen und der Verein »Hilfe im eigenen Land«  |  NOEN, Eplinger

Es war einmal eine glückliche junge Familie mit zwei Kindern, die gerade eben ihr neu gebautes Haus bezogen hatte. Dann die erschütternde Diagnose: Die Mutter hat Krebs. Doch vorerst geht alles gut aus. Die Therapien greifen, der Krebs wird besiegt. Aber nur für ein knappes Jahr. Im Vorjahr schlägt der Krebs zurück, die Mutter stirbt im Herbst im Alter von 38 Jahren.

Zurück bleiben ein verzweifelter und trauender Vater (38) mit zwei Kindern, einem elfjährigen Sohn und einer fünfjährigen Tochter – und einem durch den Neubau angehäuften Berg Schulden.

Über 20 Spender unterstützen Familie

Zwei Freunde der Steinakirchner Familie sind Mitglieder des Vereins Sirius, der seit fünf Jahren soziale Projekte und in Not geratene Familien in der Region unterstützt. „Unser Ziel war es, so viel Geld zu sammeln, dass der Vater die nächsten paar Jahre die Darlehensraten zurückzahlen kann und ihm und den Kindern genug Geld für ein normales Leben bleibt“, schildert Sirius-Vereinsobmann Manuel Haselsteiner.

Ein Ziel, dass Sirius in den letzten Wochen erreicht hat. Über 25 Spender – Private und Firmen – haben sich beteiligt. „Summen zwischen 50 Euro und 2.000 Euro wurden gespendet“, weiß Manuel Haselsteiner. Dazu kamen auch die Sammlungen beim Begräbnis und die Unterstützung durch den Verein „Hilfe im eigenen Land“, mit dem Sirius schon einige Male gut und völlig unkompliziert zusammengearbeitet hatte.

Bisher höchster Spendenbetrag 

So sammelte Sirius einen fünfstelligen Euro-Betrag – den bislang höchsten Spendenbetrag für ein einzelnes Projekt in der Geschichte des mittlerweile 220 Mitglieder starken Vereins Sirius. „Dabei ging kein Cent für irgendwelche Verwaltungsgebühren oder Spesen auf“, verspricht Haselsteiner.

Geld, das der Familie enorm weiterhilft – wenn es auch ihren immer noch vorherrschenden Schmerz und ihre Trauer nicht wegzaubern kann. „Wir können nur ,Danke‘ sagen. Diese Unterstützung ist unglaublich“, zeigte sich der Vater von der Hilfsbereitschaft überwältigt.

www.verein-sirius.at