Wieselburg

Erstellt am 12. Oktober 2016, 05:00

von Karin Katona

Rottweiler Rambo starb an Rattengift. Vor zwei Wochen vergifteter Hund verendete. Weiterer vermutlicher Köder gefunden.

Der mutmaßliche Köder, der an der Heindlwehr bei Wieselburg gefunden wurde, wird derzeit noch untersucht. Verdächtige Funde sollten sofort der Polizei gemeldet werden.  |  privat

Ein neugieriger, verspielter junger Hund – das war der sechsmonatige Rottweilerrüde Rambo. Jetzt ist der Liebling der Familie Ramharter aus Wieselburg tot – qualvoll verendet an einem Rattengift-Köder, den ein unbekannter Täter im Garten der Familie deponiert hatte (die NÖN berichtete).

"Kinder haben sich in Schlaf geweint"

Schon einige Tage zuvor hatte Günther Ramharter in letzter Sekunde verhindern können, dass Rambo im Garten einen anderen Köder, eine mit Stanleymesser-Klingen gespickte Knackwurst, fraß. Zwei Tage später zeigte der junge Rottweiler plötzlich Vergiftungserscheinungen. „Der Hund hatte Blut in Maul und Urin“, schildert Günther Ramharter. Nach einer Behandlung bei Tierarzt Sepp Vösenhuber in Wieselburg schien es dem Tier besser zu gehen.

„Ich hatte schweren Herzens beschlossen, Rambo wieder an die Züchterin zurückzugeben“, erklärt Ramharter. Entgegen allen Hoffnungen ging es Rambo bald wieder schlechter. Nach zwei Tagen in einer Tierklinik starb der Rüde an der Vergiftung. „Es war schon schlimm genug, dass wir uns von Rambo trennen mussten. Die Kinder haben sich in den Schlaf geweint“, erzählt Ramharter.

„Setze Belohnung für Hinweise auf Täter aus“

In der Zwischenzeit ist in Wieselburg an einem Spazierweg zwischen dem Sportplatz Bodensdorf und der Heindlwehr ein weiterer mutmaßlicher Giftköder gefunden worden. Günther Ramharter rät Hundebesitzern, ihre Tiere besonders genau zu beobachten: „Ungeklärter Durchfall kann ein erstes Symptom sein. Jeder Hundebesitzer sollte sich beim Tierarzt genau nach den Zeichen von Vergiftungen und möglichen Sofortmaßnahmen erkundigen.“ Ihm liege viel daran, betont der Wieselburger, dass der Täter gefasst werde: „Ich setze persönlich eine Belohnung von 300 Euro für zweckdienliche Hinweise aus. Das ist es mir wert.“