Erstellt am 28. Oktober 2015, 05:02

von Christian Eplinger

Am Ötscher vom Wetter überrascht. Bergrettung brachte in der Nacht von Freitag auf Samstag drei Bergsteiger sicher ins Tal.

Nur knapp 30 Stunden, nachdem die Lackenhofer Bergretter von ihrem Einsatz am Ötscher eingerückt waren, gab es für sie den nächsten Einsatz - allerdings zum Glück nur einen Übungseinsatz. Unter der Leitung von Elisabeth Etzler und Mario Bös hielt man eine Liftbergeübung ab, um für die Wintersaison gerüstet zu sein. Diese Übung ist für die Bergretter zwei Mal innerhalb von drei Jahren verpflichtend und erfordert von allen Beteiligten ein hohes Maß an Professionalität.  |  NOEN, Bergrettung Lackenhof

Vergangenen Freitag gerieten drei Männer aus dem Bezirk Mistelbach am Rauhen Kamm in Bergnot. Sie wurden vom Wetter und der Dunkelheit am Berg überrascht.

Die drei Männer waren kurz nach Mittag von der Erlaufklause Richtung Ötschergipfel aufgebrochen. Gegen 18.30 Uhr verloren sie rund 100 Meter nach dem Herrenstand aufgrund der bereits eingebrochenen Dunkelheit und des einfallenden Nebels die Orientierung und alarmierten über den Notruf 140 die Bergrettung Lackenhof.

Zweieinhalb Stunden später traf die erste der insgesamt drei gestarteten Gruppen der Bergrettung Lackenhof und der Alpinpolizei die Männer unverletzt, aber unterkühlt im Bereich der „Eisernen Stifte“ am Rauhen Kamm an. Sie waren für die Witterungsbedingungen nicht entsprechend ausgerüstet.

Schneeverhältnisse verhinderten Abstieg

Ein Abstieg Richtung Bärenlacke war aufgrund der Schneeverhältnisse und derr vereisten Felsen zu gefährlich. „Wir entschieden uns, den weiter Richtung Gipfel aufzusteigen und sicherten dabei die drei Bergsteiger am kurzen Seil“, schildert Elisabeth Etzler, Pressesprecherin der Bergrettung Lackenhof.

An schwierigen und exponierten Stellen errichteten die Bergretter Sicherungsstandplätze. Auch der folgende Abstieg zum Schutzhaus gestaltete sich wegen des körperlichen Zustandes der Männer als schwierig und langsam. Die drei Bergsteiger nächtigen im Schutzhaus, während die Bergretter gegen 2 Uhr morgens zurück ins Tal kamen..

„Am Ötscher herrschen bereits winterliche Verhältnisse. Neben der entsprechenden Ausrüstung ist bei der Tourplanung auch auf den frühen Einbruch der Dunkelheit zu achten“, warnt Elisabeth Etzler von der Bergrettung Lackenhof.

Nur knapp 30 Stunden, nachdem die Lackenhofer Bergretter von ihrem Einsatz am Ötscher eingerückt waren, gab es für sie den nächsten Einsatz – allerdings zum Glück nur einen Übungseinsatz. Unter der Leitung von Elisabeth Etzler und Mario Bös hielt man eine Liftbergeübung ab, um für die Wintersaison gerüstet zu sein.

Diese Übung ist für die Bergretter zwei Mal innerhalb von drei Jahren verpflichtend und erfordert von allen Beteiligten ein hohes Maß an Professionalität