Purgstall an der Erlauf

Erstellt am 06. April 2017, 05:00

von Karin Katona

„De Musi spüt“ seit 60 Jahren. Der Musikverein Purgstall feiert am 8. April, 20 Uhr, sein 60-jähriges Bestehen mit einer musikalischen Zeitreise.

61 aktive Mitglieder zählt der Musikverein Purg-stall heute, 60 Jahre nach seiner Gründung. Zu einem ungewöhnlichen Gruppenfoto haben sich Musiker und Marketenderinnen hier am Erlaufufer eingefunden.  |  Auer

Was gehört unverzichtbar zu öffentlichen und kirchlichen Feiern, Aufmärschen, und sorgt bei großen und kleinen Festen aller Art für die richtige Stimmung? Richtig, die Blasmusik. Bei Konzerten zeigen die Musiker außerdem im kleineren Rahmen mit Stücken verschiedenster Genres ihr Können.

"Musikalische Reise durch die Jahrzehnte"

Der Musikverein Purgstall hat heuer Anlass für ein ganz besonderes Konzert: Die Kapelle hat am 16. März ihren 60sten Geburtstag gefeiert. Kapellmeister Anton Sauprügl und seine Musikerkollegen haben sich zu diesem Anlass viel einfallen lassen. „Es wird eine musikalische Reise durch die Jahrzehnte unseres Bestehenswerden, mit Musik, die für die jeweilige Epoche prägend war“, verrät der Kapellmeister. Zeitzeugen werden von der Anfangszeit der Kapelle und ihrer Entwicklung im Lauf der Jahre berichten.

Angefangen hat alles 1957 mit einer verhältnismäßig kleinen Gruppe, weniger als der Hälfte der heute 60 aktiven Musiker. Erster Obmann wurde Franz Größbacher, Bürgermeister der damaligen Landgemeinde Schauboden, erster Kapellmeister war Jakob Mallaun. Gleich bei der Gründung wurde auch der Beitritt zum Niederösterreichischen Blasmusikverband beschlossen.

Niveau stetig gestiegen

Nach einer kurzen Krise Mitte der Sechzigerjahre, in der der Musikverein auf 18 Mitglieder zusammengeschrumpft war, ging es bald wieder bergauf. Mit viel Nachwuchsarbeit gelang es, die Anzahl der Musiker wieder zu vergrößern und für eine „verjüngte“ Kapelle zu sorgen.

Altbürgermeister Ignaz Bruckner, der 30 Jahre lang Musikvereins-Obmann war, erinnert an einen weiteren wichtigen Schritt in der Geschichte des Musikvereins: „Bis in die Neunzigerjahre hat die Kapelle im obersten Stock eines Privathauses geprobt. Dort herrschte nicht nur der Platzmangel, sondern auch die Akustik war nicht optimal.“

Die Gemeinde stellte dem Musikverein den oberen Stock des Kindergartens in der Cölestin-Schachingerstraße zur Verfügung, der von den Musikanten in Eigenregie ausgebaut wurde. Viel hat sich also in der 60-jährigen Geschichte des Musikvereins Purgstall getan. Nicht nur die Kapelle ist angewachsen, sondern auch das musikalische Niveau ist aufgrund der Ausbildung der jungen Musiker in den Musikschulen gestiegen. „Leistungsabzeichen und Auszeichnungen bei diversen Wettbewerben zeigen, dass sich die Aufbauarbeit gelohnt hat“, freut sich der derzeitige Obmann Johann Zeller.

Interview mit Kapellmeister Anton Sauprügl in der aktuellen Printausgabe der Erlauftaler NÖN