Erstellt am 14. Juni 2016, 05:00

von Karin Maria Heigl

Kein Mensch ist bei uns fremd. Schulprojekt setzt sich mit der Verantwortung gegenüber schutzsuchenden Menschen auseinander.

Schulen sind nicht nur Orte der Bildung, sie sind für schutzsuchende Kinder Orte der Hoffnung, der Zuflucht und der Zukunft. Im Bild zu sehen: Heidemarie Bauer-Just vor der NMS Wieselburg mit Kindern, die an ihrem Viertelfestival-Projekt beteiligt waren.  |  NOEN, privat

Am vergangenen Freitag eröffnete Heidemarie Bauer-Just vor den Wieselburger Schulen das von ihr geplante Viertelfestival-Projekt „Kriegsflucht – Überlebenskraft“. Im Mittelpunkt stehen Textpassagen zum Thema Krieg, Flucht und Überleben, die auf den Plätzen vor Volksschule, Mittelschule, Gymnasium und Fachhochschule gesprüht wurden und die auch im Alltag an die Schicksale schutzsuchender Menschen erinnern sollen.

In ihrer Eröffnungsrede zeigte die Projektleiterin viel Empathie für das Schicksal der Betroffenen und versuchte einmal mehr auf schwierige Situation der Schutzsuchenden, die in Europa auf Zuflucht und Heimat hoffen, hinzuweisen.

Die aufgesprühten Texte wurden im Rahmen der Eröffnung der Installation mit Schülern gemeinsam vorgelesen und sorgten sichtlich für Aufmerksamkeit und Interesse an der Thematik.

Installation mit Texten und Bildern

Erwähnenswert sind auch die künstlerischen Werke, die die Schüler mit Unterstützung von Traude Gröbner (in der Volksschule) und Sabine Seisenbacher (im Gymnasium) gezeichnet und gemalt haben und die jetzt in zahlreichen Schaufenstern zu sehen sind.

Beim Abschluss der Projektpräsentation am FH Campus sorgten Schüler und Lehrer der Neuen Mittelschule mit einem berührenden Bühnenprogramm, das sie mit ihren Lehrerinnen Martina Böhm und Regine Lasselsberger erarbeitet hatten für eine Überraschung. Sie trommelten und trugen Gedichte vor.

Viel Unterstützung für das Projekt „Kriegsflucht – Überlebenskraft“ kam vom Leiter des Viertelfestivals Stefan Gartner, von Bürgermeister Günther Leichtfried und den Schuldirektorinnen Helga Jungwirth, Rosa Hörhann sowie Sigrid Fritsch.