Erstellt am 01. Dezember 2015, 05:03

von Armin Grasberger

Am Ende bleibt der Turnsaal. Armin Grasberger über die zwei Seiten der alljährlichen Hallenkickerei

Es waren legendäre Duelle, die sich Rapid und die Austria auf dem Parkett der Wiener Stadthalle lieferten. Bandenzauber de luxe. Ein Gurkerl hier, ein Ferscherl dort. Wenn am Ende die Kugel nicht im Netz zappelte, war das auch eher wurscht. Hauptsache, die Spieler hatten a Hetz.

Ein Hallenkickerl hat schon einen besonderen Flair. Die ansonsten eher eng anliegenden aber nichtsdestotrotz notwendigen taktischen Fesseln bleiben in der Umkleidekabine. Oder besser gesagt, sie bleiben ganz zu Hause.

Der Spaß und die Liebe zum unkomplizierten Spiel stehen eindeutig im Vordergrund. Zumindest für die Kicker selbst. Funktionäre und Trainer sehen die ganze Geschichte naturgemäß etwas anders. In ihren Ohren klingt ein Hallenturnier nach Zerrungen, Bänderverletzungen und lange Zeit fehlenden Stammspielern. Weil, es könnt ja was passieren.

Und wenn wir uns ehrlich sind, so unbegründet ist die Angst ja auch gar nicht. Dass Vereine auf ein Antreten bei den diversen Turnieren verzichten, wie beispielsweise der SV Oberndorf oder der SC Gresten-Reinsberg, ist aus Funktionärs- und Trainersicht nachvollziehbar. Für die Spieler selbst ist es schade. Am Ende bleibt ihnen, Eigeninitiative vorausgesetzt, aber immer noch der örtliche Turnsaal.