Erstellt am 27. September 2015, 21:59

von Armin Grasberger

Am Ende bleibt es ein Hobby. Armin Grasberger über den schwierigen Spagat zwischen Hobby und Verpflichtungen.

Dem Großteil der Menschen ist es wohl ein Graus, nicht zu wissen, was der nächste Tag bringt. Planungssicherheit ist ihnen wichtig. Verständlich. Ob man unter diesen Menschen verhältnismäßig viele Trainer von Amateurteams findet, ist empirisch schwer belegbar, so völlig substanzlos dürfte der Gedanke aber nicht sein.

Denn für das reibungslose Funktionieren einer Mannschaft ist es enorm wichtig, dass sich Automatismen herausbilden. Dass ein klischeehaftes Rädchen ins andere greift. Jetzt kann man alles Menschenmögliche versuchen, um den Einfluss etwaiger Störfaktoren so gering wie möglich zu halten.

Die harte Realität ist aber: Das liegt meist gar nicht in der Hand der Trainer. Verletzungen hier, Urlaube dort, Omas Geburtstag nächsten Samstag und so weiter. Fragen Sie nach bei den Coaches von Wieselburg, Lunz, Göstling oder Gresten. So einfach ist das alles nicht.

Denn für den überwiegenden Großteil der Bezirksathletinnen und -athleten bleibt der Sport am Ende nämlich einfach nur ein wunderschönes Hobby. Dass es unter diesen Umständen schwierig sein kann, ein funktionierendes Team zu formen, sei den chronisch Unzufriedenen auf den Tribünen ins Stammbuch geschrieben. Manchmal gibt es einfach wichtiger Sachen, als das nächste Spiel.