Erstellt am 23. Februar 2016, 05:04

von Christian Eplinger

Der Unmut ist verständlich. Christian Eplinger über die Neuorganisation der Notarztversorgung.

Acht Regionen statt 33 einzelne Stützpunkte kümmern sich ab 2017 um das Notarztwesen in Niederösterreich. Eine Region davon ist das „Los“ Amstetten, Scheibbs und Waidhofen/Ybbs.

Die Rettungsorganisationen können sich um diese acht Lose bewerben. Man darf davon ausgehen, dass sich allen voran die Trägerorganisationen Rotes Kreuz und Arbeiter Samariterbund (ASBÖ), deren Verträge mit Jahresende auslaufen, wieder um diese Lose bewerben. In der Region gilt ganz klar das Rote Kreuz als Favorit, denn der ASBÖ ist im Westen Niederösterreichs praktisch nicht vorhanden.

Insofern ist die Aufregung beim Roten Kreuz eher unbegründet. Dennoch ist sie auf der anderen Seite auch zu verstehen. Aktuell stellt das Rote Kreuz das Notarztsystem gerade von den Notarztwägen auf Notarzteinsatzfahrzeuge um.

Investiert Geld und Zeit für diese Umstellung. Und dann erfahren die unmittelbar Betroffenen aus den Medien von der geplanten Neuorganisation im Land. Mit ihnen hat im Vorfeld keiner geredet. Dumm gelaufen oder einfach nur sehr ungeschickt ...