Erstellt am 03. Mai 2016, 05:04

von Armin Grasberger

Heimlich, still und leise. Armin Grasberger über die formidable Rückrunde des SV Oberndorf

Unbedingt zufrieden war man in den Reihen des SV Oberndorf mit der Herbstsaison 2015 nicht. Mit 18 Punkten aus 13 Spielen rangierten die Melktaler im Niemandsland der Gebietsliga West. Zwölf Zähler vom Tabellenende entfernt, 17 vom Platz an der Sonne. Graue Maus.

Dieses Image hat man mit einer formidablen Rückrunde aber abgestreift. Die Elf von Coach Thomas Kern ist zweitbestes Rückrundenteam. 16 Punkte hat man nach sieben Runden mehr auf dem Konto. Das sind beinahe genauso viele, wie nach der gesamten Hinrunde. Nur der überlegene Tabellenführer aus Ybbs war noch einen Deut besser unterwegs.

Und das, obwohl mit Jan Havlicek (Kreuzbandriss) und Kapitän Julian Punz (Knieverletzung) zwei immens wichtige Akteure fehlen. Eine zu große Hypothek, mochte manch Berufspessimist im Vorfeld der Frühjahrssaison geschlussfolgert haben. Die Kicker des SVO haben jene Schwarzmaler aber eines Besseren belehrt. Und womit? Mit Teamgeist und Zusammenhalt.

Die Melktaler sind zu einer Einheit geworden, in der sich jeder für jeden zerreißt. Hinzu kommt, dass man von weiteren Verletzungen verschont blieb und sich das Team somit finden konnte. Manchmal ist das Ganze also tatsächlich mehr als die Summe der einzelnen Teile.