Erstellt am 09. Februar 2016, 05:03

von Armin Grasberger

Heraus aus dem Schatten. Armin Grasberger über den nächsten Schritt der Katharina Gallhuber.

Er ist schon eine ambivalente Sache, dieser Schatten. Der sprichwörtliche, versteht sich. Wenn jemand im Schatten von jemand anderem steht, dann nimmt man von ihm keine Notiz, er fliegt quasi unterm Radar. Neben der verminderten Aufmerksamkeit kann ein Schatten aber auch Vorteile mit sich bringen. Zum Beispiel, wenn es darum geht, sich in Ruhe weiterzuentwickeln.

Werfen wir dazu einen Blick nach Göstling. Wann immer in den letzten Jahren der Schiclub im Zusammenhang mit dem Weltcup genannt wurde, geschah dies im Zusammenhang mit Kathrin Zettel. Neben dem Aushängeschild war relativ wenig Platz im Scheinwerferlicht für die Vielzahl an Talenten, die sich im Schoße des SC entwickeln. Jetzt ist Zettel nicht mehr da. Und eine neue Hoffnungsträgerin ist aus ihrem langen Schatten getreten. Katharina Gallhuber.

Großteils fernab der Öffentlichkeit, sehr wohl aber am Radar der Trainer und Insider, hat sich die Göstlingerin zu einer Top-Skirennläuferin entwickelt, die in jüngster Vergangenheit besonders mit ihrer Konstanz zu überzeugen wusste. Mit ihrem überlegenen Sieg in der U21-Klasse bei den Österreichischen Jugendmeisterschaften hat sie einen weiteren Schritt hinein ins Scheinwerferlicht gesetzt.