Erstellt am 19. Januar 2016, 05:03

von Armin Grasberger

Jenseits der Landesgrenzen. Armin Grasberger über neue Trends und die ewig gleichen Diskussionen.

Die Winterübertrittszeit 2015/2016 biegt in die Zielgerade. Während sich die Bezirksvereine zu Beginn noch in nobler Zurückhaltung geübt haben, dreht sich das Transferkarussell seit einigen Wochen immer schneller.

Neben der simplen Erhöhung der Schlagzahl kristallisiert sich dabei ein weiterer Trend heraus. Nachdem die suchenden Vereine zu Beginn ihrer Bemühungen offiziell den Weg der einheimischen Verstärkungen propagiert haben, sind sie nun mehr und mehr davon abgerückt. Man schaut wieder über die Landesgrenzen. Zwei bosnische Neuzugänge in Kienberg/Gaming, ein ebenfalls bosnischer Offensivakteur bei der Union Steinakirchen sowie (vermutlich bald) ein slowakischer Angreifer für Wieselburg. Und was soll man sagen: Es ist in Ordnung.

Die Diskussion um Legionäre im Unterhaus ist so alt wie eben jenes selbst. Läuft‘s gut, sind unsere kickenden Nachbarn kein Problem. Läuft‘s schlecht, sind sie und die Funktionäre, die sie geholt haben, die Wurzel allen Übels und der Untergang des Vereins. Man sempert halt gern. Solange sich der Verein nicht in haarsträubende finanzielle Abenteuer stürzt und systematisch den eigenen Nachwuchs ignoriert, ist gegen ein bissl Hilfe vom Nachbarn nichts einzuwenden. Der Horizont endet eben nicht an der Grenze.