Erstellt am 17. November 2015, 05:03

von Christian Eplinger

Kapazitäten sind ausgereizt. Christian Eplinger über die Verlängerung des Transitlagers Wieselburg.

Ja, das Transitlager Wieselburg hat bisher acht Wochen lang perfekt funktioniert. Das Zusammenspiel zwischen Rotem Kreuz, Caritas, Team Österreich, dem Bundesheer, der Messe und den beiden Wieselburger Gemeinden gilt als Musterbeispiel für viele ähnliche Lager in ganz Österreich.

Und dennoch: Genug ist genug. Vor allem das Rote Kreuz ist an seinen Kapazitätsgrenzen angelangt. 3.775 Stunden haben die 161 Rot-Kreuz-Mitarbeiter bisher geleistet. Neben ihrem „normalen“ Rot-Kreuz-Dienst. Das ist auf Dauer nicht mehr aufrecht zu erhalten. Für die nächsten beiden Wochen gibt es noch stärkere Unterstützung aus den benachbarten Bezirksorganisationen. Danach ist aber endgültig Pause. Die Einsatzkräfte brauchen Zeit zum Verschnaufen.

Dass die Messe Wieselburg aber – vor allem auch zwecks fehlender Alternativen in Niederösterreich – auf der Liste des für die Transitquartiere zuständigen Landespolizeikommandos bleibt, ist aber anzunehmen. Daher darf man spätestens im Frühjahr mit einer neuerlichen Anfrage rechnen.