Erstellt am 26. Juli 2016, 05:00

von Armin Grasberger

Auch wenn es weh tut. Armin Grasberger über die verfahrene Situation in Steinakirchen.

In einer derart heiklen Situation als Außenstehender einen Kommentar zu verfassen, erfordert Fingerspitzengefühl. Ganze Wagenladungen davon. Nicht einfach, aber: Versuchen wir es.

So wie es momentan aussieht, verlassen die Mostviertel Bastards Steinakirchen. Der junge American-Football-Verein ist ausgesprochen erfolgreich unterwegs und hat die Sportwelt des Bezirks bereichert. Mit der Gründung der „Bastards Juniors“, also eines Nachwuchsteams, hat man außerdem ein klares Zeichen für eine nachhaltige Entwicklung gesetzt.
Auf der anderen Seite findet sich der Platzhirsch. Die Sektion Fußball. Eine Sektion, die seit Jahrzehnten das Aussehen der Gemeinde Steinakirchen und ihrer Umgebung durch ihre, ebenfalls ausgesprochen nachhaltige, Arbeit formt. Ein wichtiger Teil der Allgemeinheit.

Dass es früher oder später aufgrund der unterschiedlichen Ansprüche an das Geläuf zwischen den beiden Parteien zu Reibereien kommen würde, war vorherzusehen. Dass es zum gegenwärtigen Zeitpunkt längst nicht mehr nur um die Beschaffenheit des Rasens geht, ist auch klar. Obwohl man jetzt meint, das letzte Wort sei noch nicht gesprochen: In der Vergangenheit dürfte wohl schon zu viel Porzellan zerschlagen worden sein. Manchmal ist es halt besser, sich zu trennen. Auch wenn es weh tut.