Erstellt am 09. August 2016, 05:00

von Armin Grasberger

Beide Beine am Boden. Armin Grasberger über die Ansichten von Steinakirchens neuem Coach.

Die Seele eines österreichischen Fußballfans ist ein Mysterium. Zwischen den beiden Extremen „Himmelhoch jauchzend“ und „Zu Tode betrübt“ findet sich recht wenig Platz für Differenzierungen und nüchterne Betrachtungen. Zuletzt schön zu sehen nach dem verkorksten EM-Auftritt des Nationalteams.

Dabei sind überzogene Erwartungen und ebenso überzogene Kritik das größte Gift für kontinuierliche Weiterentwicklung. Das ist kein Plädoyer für widerspruchsfreie Relativiererei. Das ist eine Tatsache.

Tatsache ist aber auch, dass die Öffentlichkeit recht schnell darin ist, sich ein Urteil zu bilden. Und ist dies einmal gefällt, ist es in Stein gemeißelt.

Oftmals wird einem Team nicht die Zeit gegeben, die es brauchen würde, um sich gesund zu entwickeln. Zeit, die Nico Saric, neuer Coach der ÖTSU Steinakirchen, einfordert. Die Erlauftaler, die nur mit viel Masl dem Abstieg aus der 1. Klasse West entronnen sind, stehen vor einer schweren Saison.

Das weiß der Trainer, das weiß die Mannschaft. Saric spricht im Interview mit der NÖN Erlauftal davon, dass es nur Schritt für Schritt gehen kann. Der Coach steht mit beiden Beinen am Boden. Und das ist eine gute Grundlage, um ein neu formiertes Team in eine schwierige und herausfordernde Saison führen zu können.