Erstellt am 04. April 2017, 04:00

von Christian Eplinger

BMS: Holt mich bitte hier raus!. Christian Eplinger über Mindestsicherung und gemeinnützige Tätigkeiten.

Ich bin ein Star – holt mich hier raus! Kaum ein Fernsehkonsument kommt an dieser „Reality-Show“ von RTL vorbei. Auch wenn sich über Geschmack mehr als streiten lässt. Dennoch gilt der Leitsatz „Holt mich hier raus!“ auch für eine ganz anderen Personengruppe: für (Langzeit-)Arbeitslose und damit verbunden die Bezieher Bedarfsorientierter Mindestsicherung (BMS).

So unwohl wie sich die Pseudo-Stars im Dschungel fühlen, so unwohl fühlen sich auch die meisten BMS-Bezieher: wertlos für die Gesellschaft, oft sinnlos und nicht in der Lage, dem eigenen Leben Strukturen zu verpassen. Der Ansatz, arbeitsfähige Bezieher zu gemeinnützigen Tätigkeiten heranzuziehen, sollte daher von allen Seiten als positives Aufeinander-Zugehen gesehen werden.

Für Personen mit Betreuungspflichten oder Krankheiten gibt es ohnehin Ausnahmen. Auch nehmen diese Arbeitskräfte niemandem den Job weg. Denn diese Tätigkeiten würden meist gar nicht gemacht oder müssten von Freiwilligen aufgebracht werden. Und noch ein Vorteil ergibt sich: Bei „schwarzen Schafen“ können gleich Kontrollmechanismen greifen.