Erstellt am 30. August 2016, 05:00

von Armin Grasberger

Den Freitag lieben lernen. Armin Grasberger über die Ambivalenz von Freitags-Spielen.

Robert Smith und seine Kollegen von The Cure hatten bzw. haben ihn ja recht gern, den Freitag. Seit 1992 erklären sie uns, warum sie den fünften Tag der Woche lieben. Friday, I‘m in Love. Und es ist ja auch verständlich. Unberührter als zu diesem Zeitpunkt liegt das ersehnte Wochenende sonst nämlich nie wieder vor einem.

Aus fußballtechnischer Hinsicht haben Freitagsspiele ein ganz besonderes Flair. Durch das Flutlicht wirkt alles irgendwie magischer, der Rasen irgendwie grüner. Meist geht es direkt vom Büro zum Spiel. Was für Fans in der Regel einfacher zu managen ist, stellt die Kicker und Trainer selbst, besonders in den unteren Ligen, oft vor gröbere Probleme.

Je weiter man hinaufkommt, desto eher wird auch schon freitags gekickt. Und irgendwie gewöhnt man sich an alles. Wenn aber die Abendpartien die Ausnahme darstellen, wird es kompliziert. Wenn dann auch noch, wie jüngst bei der 2. Klasse-Ybbstal-Partie von Lunz in Allhartsberg die Reserveteams bereits um 15.45 Uhr die Klingen kreuzen, hält sich die Freude bei den Aktiven in Grenzen. Warum nicht beim nächsten Mal, wenn infrastrukturell möglich, die „Revue“ nach der „Ersten“ spielen lassen? Dann klappt es vielleicht auch bald mit der Liebe zum Freitag.