Erstellt am 19. Juli 2016, 05:00

von Christian Eplinger

Die Frage ist: Wer braucht sie?. Christian Eplinger über einen möglichen Neustart der Bezirks- Grünen.

Seit vier Jahren gibt es sie offiziell nicht mehr: die Bezirks-Grünen. 2012 kam es nämlich zum großen Zerwürfnis der Grünen Landespartei mit den beiden Ortsorganisationen in Scheibbs und Purgstall, die de facto gemeinsam auch die Bezirks-Organisation bildeten. Denn in mehr als zwei Gemeinden gab es die Grünen – mit Ausnahme eines Kurzgastspiels in Gaming – bislang im Scheibbser Bezirk nicht.

Dennoch fahren die Grünen bei den Wahlen durchaus gute Ergebnisse ein – vor allem in Scheibbs. Bei den Bundespräsidentschaftswahlen schaffte Van der Bellen im Bezirk nur in der Bezirkshauptstadt eine klare Mehrheit. Just dort, wo die Landespartei die örtlichen Grünen nicht mehr als offizielle Grün-Partei ansieht.

Seit vier Jahren wird herumgeeiert. Man sei bemüht, neue Strukturen aufzubauen, heißt es: Aber braucht man überhaupt eine Bezirksorganisation? Auf lange Sicht ja, will man das vorhandene Grüne Wählerpotenzial wirklich ausschöpfen. Denn dazu braucht man auch vor Ort Personen, die ansprech- und angreifbar sind. St. Pölten oder Wien sind einfach zu weit weg.