Erstellt am 20. Oktober 2015, 05:02

von Armin Grasberger

Die Schatten der Vergangenheit. Armin Grasberger über die aktuelle Krise bei der ASKÖ Lunz am See.

Es gab schon mal besser Zeiten in der Seegemeinde. In fußballerischer Hinsicht. Lange Jahre hatte man die Rote Laterne quasi für sich gepachtet, bevor man sich Stück für Stück und scheinbar dauerhaft aus dem Tabellenkeller herausgearbeitet hatte. Es ging aufwärts. Doch jetzt ist man wieder dort, wo man nie wieder hin wollte. Ganz unten.

Unterhält man sich mit Coach Karl Loibl, so sieht man sich einem zwar verzweifelten, aber dennoch optimistischen Gesprächspartner gegenüber. Natürlich drückt die ungemein angespannte Kadersituation auf das Gemüt jedes Vereinsmitgliedes. Nicht umsonst meinte Loibl im Interview, dass er momentan mehr Psychologe als Trainer sei.

Allerdings hat sich bei der ASKÖ in den letzten Jahren ein ungemein wichtiger Aspekt zum besseren verändert. Allgemein gesprochen: die Strukturen. Seit der neue Vorstand rund um Obmann Thomas Helmel das Ruder übernommen hat, wirkt in Lunz alles viel durchdachter, als in den Jahren zuvor.

Und das gibt Hoffnung. Natürlich stoßen Club in ihrer Entwicklung irgendwann an ihre immanenten Grenzen. Manche früher, manche später. Die Schatten der Vergangenheit liegen im Moment zwar noch über der THWM-Arena, allerdings sind sie nicht mehr so erdrückend, wie sie es früher waren.