Erstellt am 06. Oktober 2015, 05:02

Fußballweisheit bewahrheitet. Raimund Bauer über das verfluchte zweite Jahr eines Aufsteigers.

Sechs Punkte aus acht Spielen sind die magere Ausbeute des SC Wieselburg. Im zweiten Jahr in der 2. Landesliga West fällt es den Kickern der Braustädter nicht mehr so leicht. Obmann Robert Gnant sprach es bereits offen aus: Statt Meisterambitionen steht Abstiegskampf ins Haus. Doch warum schlitterte der Vizemeister aus dem Vorjahr in dieses Dilemma?

Einer der Hauptgründe ist die lange Verletztenliste. Bereits im Frühjahr der vergangenen Spielzeit hatten die Wieselburger mit zahlreichen Ausfällen zu kämpfen, konnten diese aber aufgrund ihres positiven Laufes überraschenderweise kompensieren. Durch den Ausfall von Stefan Sailer oder Raphael Affengruber fehlt in der Offensive die Durchschlagskraft.

Zudem sind die Wieselburger in der Defensive nicht immer sattelfest. Führungsspieler wie Mathias Hofmarcher laufen weiterhin ihrer Form hinterher. Zudem kommt nun ein Torhüterproblem auf die Wieselburger zu. Michael Loidl ist gegen Herzogenburg fraglich. Zudem biss Harald Schrittwieser, nach seinem Fingerbruch im Spiel gegen Melk, auf die Zähne.

Im ersten Jahr des Aufsteigers ging alles noch locker von der Hand. Nun bewahrheitet sich aber leider eine alte Fußballweisheit: Das zweite Jahr ist für einen Aufsteiger immer das Schwierigste.