Erstellt am 10. November 2015, 05:02

von Christian Eplinger

Nicht alles ist nur rosarot. Christian Eplinger über die Verlegung der Remobilisation von Mauer nach Scheibbs.

Es hätte schlimmer kommen können für das Landesklinikum Scheibbs. Aus der geplanten Umstrukturierung innerhalb der Holding geht Scheibbs sogar als „Gewinner“ hervor. Während die Häuser in Melk und Mauer ihre Bettenanzahl – und damit auf lange Sicht trotz aller derzeitigen Beteuerungen auch Mitarbeiteranzahl – abspecken müssen, steht bei Scheibbs ein Plus bei der Bettenbilanz.

Dennoch darf man nicht alles nur durch die rosarote Brille sehen. Scheibbs verliert Betten im Bereich der Chirurgie, Gynäkologie und Orthopädie. Drei Bereiche, die für den Ruf eines Spitals sehr wichtig sind – vor allem auch in Blickrichtung des generellen Ärztemangels.

Aber das scheint in der heutigen Zeit das Los eines Grundversorgungskrankenhauses zu werden. Therapie und Pflege rücken immer mehr in den Vordergrund, die chirurgischen Bereiche wandern in die Schwerpunktkrankenhäuser ab. Ein Schritt, der sich bereits bei den Krankenpflegeschulen herauskristallisiert hat. Das Gesundheitswesen kostet viel Geld. Da ist Effizienz gefragt. Für Sentimentalitäten ist kein Platz.