Erstellt am 26. Juli 2016, 08:48

von Christian Eplinger

Unrühmliches Polit-Ende. Christian Eplinger über den Abgang von Elisabeth Kellnreiter in Steinakirchen.

„Ich lege mit Monatsende mein Gemeinderatsmandat zurück.“ Elisabeth Kellnreiter zieht die Konsequenzen aus dem Konflikt rund um die mögliche Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen im ehemaligen Gasthaus Neckar, das sie und ihr Ehemann privat gekauft haben.

Innerhalb der Steinakirchner ÖVP – und vermutlich nicht nur dieser – wird diese Aussage viele freuen. Denn zuletzt stand Kellnreiter wegen ihrer Pläne parteiintern heftig unter Beschuss. Man fürchtete, dieses Vorhaben könnte negativ auf die ÖVP abfärben. Hinzu kam, dass es innerhalb der ÖVP-Riege einen zweiten Kaufinteressenten für das Gasthaus Neckar gegeben hatte. Mit dem Rückzug aus der Gemeindepolitik beendet Kellnreiter vorerst diese Querelen.

Querschüsse hatten ihre kommunalpolitische Karriere ohnehin schon immer gezeichnet. Sie war nicht die herzeigbare Quotenfrau, sondern brachte sich aktiv ein und wollte mehr. Das blieb ihr in Steinakirchen fast immer verwehrt. Irgendwie passt daher dieser Abgang zu ihrer Polit-Laufbahn – auch wenn sich die ÖVP damit sicher nicht mit Ruhm bekleckert.