Erstellt am 20. Oktober 2015, 05:02

von Christian Eplinger

Wirtschaftsfaktor Flüchtlinge. Christian Eplinger über die Kosten der Flüchtlingshilfe, Hypo-Skandal und regionalen Einkauf.

Mit rund 340 Millionen Euro bezifferte Finanzminister Hans Jörg Schelling im Zuge seiner Budgetrede die Folgekosten für die Flüchtlingshilfe für heuer. 2016 sollen sie dann bei rund einer Milliarde Euro liegen.

Kosten, die die Allgemeinheit zu tragen hat, die zulasten des Budgets gehen und die so manch Gegensparmaßnahme notwendig machen. Im Vergleich: Die Steuerreform wird 2016 gut 3,9 Milliarden Euro kosten, für die Hypo-Abbaubank Heta sind 200 Millionen budgetiert. Bis der Hypo-Skandal ausgestanden ist, werden die Kosten laut WIFO um die 20 Milliarden Euro liegen.

Mit dem gravierenden Unterschied, dass die Flüchtlingshilfe auch ein regionaler Wirtschaftsfaktor ist. Denn sie belebt direkt die heimische Wirtschaft. Der Einkauf der Hilfsmittel erfolgt regional.

Im Transitquartier Wieselburg zum Beispiel kommen das gesamte Obst von der Firma Kuttner aus Erlauf, die Nudeln und Konserven von der Firma Kastner aus Amstetten und die Busse, mit denen die Flüchtlinge transportiert werden, auch von heimischen Busunternehmen. Da zahle ich als Steuerzahler lieber als für irgendwelche undurchsichtigen Bankgeschäfte.