Erstellt am 21. Juni 2016, 05:00

von Armin Grasberger

Muss das wirklich sein?. Armin Grasberger über den Scheibbser Eisenstraßen-Marathon

Die Premierenauflage des Eisentraßen-Marathons ist Geschichte. Sie endete mit einem Sieg vom Scheibbser Lokalmatador Martin Feichtegger. Ein Bilderbuch-Triumph, quasi. Das Problem: Fast niemand hat ihn mitbekommen.

Die Scheibbser Bevölkerung ignorierte das top-organisierte Mountainbike-Event nämlich fast gänzlich. Woran es lag? Zu schönes Wetter vielleicht, oder zu große Konkurrenz durch die Fußball-EM. Franz Brunner und seine Kollegen vom Organisationsteam waren darüber natürlich wenig erfreut.

Noch weniger erfreut waren sie über die Sabotageakte im Vorfeld des Rennens. Unbekannte haben an zwei Stellen mit Nägeln gespickte Kartonstreifen ausgebracht. Irrsinn, eigentlich. Über die möglichen Verletzungen bei einem durch diese Fallen provozierten Sturz dürften die Urheber dieses Blödsinns vermutlich nicht lange nachgedacht haben.

Brunner und Co. haben im Vorfeld alles unternommen, um den Anrainern entgegenzukommen. Sie haben ihre Hausaufgaben gemacht und von sämtlichen Betroffenen schriftliche Einverständniserklärungen eingeholt. Und dennoch fühlt sich jemand bemüßigt, anderen Menschen Schaden zufügen zu wollen? Da kann man sich eigentlich, kopfschüttelnderweise, nur fragen: Muss das wirklich sein?