Erstellt am 12. April 2016, 05:04

von Armin Grasberger

Passts auf die Vereine auf. Armin Grasberger über das Ende des Wieselburger Stadtlaufes.

Man soll aufhören, behauptet ein Sprichwort, wenn es am schönsten ist. Ganz oben. Mit einem Hochgefühl, einem donnernden Abgangsapplaus, einem Akkord in A-Dur. Ein Jubiläum bietet sich zu diesem Zwecke geradezu an.

So gesehen haben die Veranstalter des Wieselburger Stadtlaufes in dieser Hinsicht alles richtig gemacht. Nach der 30. Auflage des Events ist Schluss. Der Wieselburger Stadtlauf gehört der Vergangenheit an, er ist Geschichte. Die fehlende Weiterentwicklung ließ die Entscheidung reifen, gab Sportstadtrat Peter Reiter im Gespräch mit der NÖN zu Protokoll. Gleichzeitig gestand er aber auch ein, dass man die Werbung rund um die Veranstaltung nicht intensiv betrieben habe. Es fehlten wohl die Ressourcen.

Denn ein Verein stand nicht hinter dem Lauf. Die Organisation blieb zur Gänze an der Stadtverwaltung hängen. Ein engagierter, in der Bevölkerung und der Region fest verankerter Verein hätte wohl einen Großteil der Last tragen können. Vom Konjunktiv kann man sich aber eben nichts kaufen. Die folgenden Zeilen sind definitiv nicht als Kritik an der Stadtgemeinde Wieselburg gemeint. Das Ende des Wieselburger Stadtlaufs ist schlicht ein mahnendes Beispiel dafür, wie wichtig Vereine für eine blühende Sportlandschaft sind.