Erstellt am 07. Juni 2016, 05:00

von Christian Eplinger

Schnell ist eine Einheit geteilt. Christian Eplinger über das gespaltene Dorf Feichsen.

Feichsen ist gespalten. Bis zu 18 Asylwerber aus Traiskirchen sollen in dem Dorf untergebracht werden. Die einen lehnen dieses Vorhaben generell ab und machen keinen Hehl daraus. 

Die anderen wollen unter keinen Umständen ins rechte Eck gedrängt werden und sagen grundsätzlich ja zu Asylwerbern. Aber sie sind aufgrund der Umstände sehr skeptisch, ob dieses Vorhaben in Feichsen wirklich klappen kann. Damit ist jetzt schon ein erster offener Graben spürbar, noch ohne dass ein einziger Asylwerber seinen Fuß in das Dorf gesetzt hat.

Keine leichte Aufgabe für die Betreiber. Diese wollen zwar offen auf die Feichsner zugehen, die Informationen über ihre Organisation bleiben aber weiter eher spärlich. Das bildet nicht gerade großes Vertrauen.

Und die Gemeinde. Der sind zwar offiziell die Hände gebunden, aber ganz geschickt agiert man hier auch nicht. Statt offen auf das Thema zuzugehen und es in eine Richtung zu lenken, reagiert man nur. Auch bei der Informationsveranstaltung in der Vorwoche war man in einer „Wigel-Wogel-Positon“. Führungsstärke schaut anders aus.