Erstellt am 28. Juni 2016, 05:21

von Armin Grasberger

Am Ende geht‘s um die Marie. Armin Grasberger über die Versetzung des SV Scheibbs in die 2. Klasse Ybbstal.

Freude in der Bezirkshauptstadt. Der SV Scheibbs darf die ungeliebte 2. Klasse Alpenvorland verlassen und kickt in der kommenden Saison in der 2. Klasse Ybbstal.

Traditionellerweise haben Bezirksvereine eher weniger Freude damit, wenn sie ein „Alpenvorland-Verein“ werden. Lange Auswärtsfahrten und wenig Auswärtsfans auf der eigenen Anlage sind nicht wirklich jene Ingredienzien, aus denen die Lieblingscocktails von Funktionären bestehen. Manchmal, das geht es aber halt einfach nicht anders. „It‘s not a wish concert“, wusste schon Jürgen Klopp.

Interessanterweise wurden nach dem Scheibbser Abstieg im Sommer 2015 die Distanzen zu den jeweiligen Gegnern der Ybbstal- und der Alpenvorlandklasse verglichen. Und siehe da: Im zweiten Fall war man weniger lang unterwegs.

Doch darum geht es nur in zweiter Linie. Zwar kann eine Saison mit dem Ausblick auf drei Derbys längst verschüttet geglaubte Energien freisetzen. In erster Linie geht es am Ende aber um die Marie, das Gerschtl, das Geld. Wenn ich als Verein drei Mal im Jahr zu Hause die Nachbarschaft empfange, dann kann ich mit mehr Fans rechnen als dies zum Beispiel gegen Hafnerbach oder Kirchberg der Fall wäre. In Scheibbs herrscht zu Recht Freude.