Erstellt am 16. Mai 2017, 01:23

von Armin Grasberger

Beide bleiben nicht lang allein. Armin Grasberger über den Abgang von Karl Loibl in Lunz am See.

Die Saison ist noch gar nicht aus, doch es dreht sich bereits in faktenschaffend hoher Geschwindigkeit: Das Trainerkarussell. Nachdem kürzlich Christian Maurer angekündigt hatte, den SC Wieselburg zu verlassen, nahm diese Woche Karl
Loibl seinen Hut und kehrte der ASKÖ Lunz am See den Rücken.

Knapp dreieinhalb Jahre hat sie gedauert, Loibls Amtszeit in der Seegemeinde. Dreieinhalb Jahre, die von einem Aufwärtstrend geprägt waren. Lunz hat es in dieser Zeit geschafft, das Image des ewigen Punktelieferanten und Hüter der Roten Laterne erfolgreich abzulegen. In der Spielzeit 2015/2016 war man, nach einem von Verletzungen geprägten Herbst, viertbestes Rückrundenteam der 2. Klasse Ybbstal. Zufall? Mitnichten.

Das war das Ergebnis akribischer Arbeit. Loibl ist es gelungen, zahlreiche ehemalige U23-Spieler zu Stammkräften der Ersten zu formen. Um das starke Legionärstrio Lukasz Bienkowski, Adrian Moszyk und Damian Misan ist ein Team gewachsen, dass die Großen der Liga nicht nur ein Mal ärgern konnte.

Trainer kommen, Trainer gehen. So ist das Geschäft. Man trennt sich allerdings definitiv im Guten. Lunz ist in den letzten Jahren attraktiver geworden, Loibl hat sich ein gewisses Standing erarbeitet. Beide Seiten werden nicht lange alleine bleiben.