Erstellt am 23. August 2016, 02:56

von Armin Grasberger

Und es war doch gut. Armin Grasberger über die unsinige Diskussion rund um Österreichs Olympiabilanz.

„Olympia ist eben kein Wunschkonzert.“ Alleine mit dieser Aussagen von Dominik Distelberger müsste man eigentlich die leidige Diskussion um Österreichs angeblich schlechte Olympiabilanz im Keim ersticken können. Ja, natürlich, richtet man seinen Blick einzig und allein auf den Medaillenspiegel, dann wirkt die ganze Geschichte etwas mager. Geht man allerdings ein paar Schritte zurück und betrachtet die Olympischen Sommerspiele 2016 aus der Distanz, dann präsentiert sich die Sache schon etwas anders.

Denn die Bronzemedaille im Nacra-17-Segelbewerb von Thomas Zajac und Katja Frank war nicht die einzige Top-Leistung rot-weiß-roter Sportler in Brasilien. Zahlreiche weitere Top-Ten- bzw. Top-20-Platzierungen zeigen deutlich, dass Österreichs Athleten sehr wohl ganz vorne in der Weltspitze zu finden sind. Medaillen gibt es dafür halt keine.

Aber die braucht es auch nicht unbedingt. Natürlich ist es schön, wenn man mit Edelmetall um den Hals nach Hause zurückkehrt. Am Beispiel Distelberger kann man gut sehen, dass die Dekoration nicht zwingend notwendig ist, um erhobenen Hauptes auf die Olympischen Spiele in Rio zurückblicken zu können. Der 19.-beste Zehnkämpfer der Welt. Wenn man darauf nicht stolz sein kann, worauf dann bitte sonst?