Erstellt am 31. Mai 2016, 09:15

von Armin Grasberger

Träume, Wege und Ziele. Armin Grasberger über die geglückte Olympia-Quali von Dominik Distelberger.

Ein geflügeltes Wort behauptet ja, der Weg sei das Ziel. Im Lichte persönlicher Weiter- und Charakterbildung mag das zwar stimmen.

Im Sport allerdings sind das Ziel und eben jener Weg, der dort hinführt, zwei verschiedene Paar Schuhe. Zumindest in der schlussendlichen Wertigkeit.

Dominik Distelberger hatte einen Traum. Die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro. Der Hochrießer wollte es Roland Schwarzl gleichtun, der als bisher letzter österreichischer Zehnkämpfer 2004 in Athen im Schatten der fünf Ringe an den Start ging.

Am vergangenen Wochenende hat Distelberger nun endlich das Olympialimit von 8.100 Punkten geknackt. Eine Sternstunde in seiner ohnehin bereits beeindruckenden Karriere.

Was das jetzt alles mit dem Unterschied zwischen Weg und Ziel zu tun hat? Ganz einfach: Der Weg nach Rio de Janeiro war für Dominik Distelberger alles andere als einfach.

In den letzten Jahren wurde das Aushängeschild der Union Volksbank Purgstall immer wieder von schweren und hartnäckigen Verletzungen aus der Bahn geworfen.

Auf manche dieser Hindernisse hätte Distelberger vermutlich gerne verzichtet. Aufgeben kam aber zu keinem Zeitpunkt in Frage. Jetzt erst recht. Das Erreichen des Ziels ist nun ein umso süßerer Moment.