Erstellt am 18. Mai 2016, 04:04

von Christian Eplinger

Verunsicherung ist verständlich. Christian Eplinger über die Angst vor Veränderung im Dorfleben.

In weniger als zwei Wochen sollen bis zu 18 Asylwerber in Feichsen ein neues Zuhause finden. Keine Familien, sondern alleinstehende junge Männer.

Feichsen – ein Dorf, das sich bisher durch ein besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl auszeichnet. Die Kinder spielen unbelastet im Freien. Die Nachbarschaft kennt und vertraut einander. Man ist unter sich – auch dank der geografisch etwas abgelegenen Lage.

Gut für die Dorfgemeinschaft, schlecht für jene, für die Feichsen zwar eine neue Heimat sein soll, aber nicht der Mittelpunkt ihrer Welt ist. Ein paar Fahrräder machen noch lange nicht mobil. Die dörfliche Enge kann zum Boomerang werden. Das Dorfleben wird sich verändern.

Dem Asylthema aktiv zu begegnen, ist gut. Aber wie hier in Feichsen fragt man sich, ob bei der Zulassung einer Flüchtlingsunterkunft Lage und Umfeld kein Kriterium darstellen. Für den Verein ist es (auch) ein Geschäft.

Für die Gemeinde eine Erfüllungspflicht. Für die Dritten aber ein Einschnitt in ihre bisherige Welt – und hier sind sowohl die Feichsner als auch die Asylwerber gemeint.

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