Erstellt am 15. Dezember 2015, 05:03

von Christian Eplinger

Wenn das Bad baden geht. Christian Eplinger über das drohende Ende für das Allwetterbad.

Das Allwetterbad in Scheibbs war einer der großen Prestigeprojekte der Ära Gansch in der Bezirkshauptstadt. 1998/99 wurde das alte Hallen- und Freibad um 3 Millionen Euro rundumerneuert.

Die Besucherzahlen stiegen, aber leider auch die Kosten. Bereits 2000 betrug der Betriebsabgang knappe 300.000 Euro. 2004 belief sich das Minus schon auf 400.000 Euro, heuer sind es fast 450.000 Euro. All die in den letzten Jahren ergriffenen Maßnahmen fruchteten nicht. Das seinerzeit viel gepriesene Allwetter wurde zum finanziellen Klotz am Bein der Stadt.

Nun sucht man einmal mehr nach einer Lösung. Kosten senken kann man nur mit längeren durchgehenden Schließzeiten – selbst da bleiben Personal-, Anlagen- und Wartungskosten stehen. Und man verliert Gäste. Die Alternative wäre eine völlige Schließung des Bades – in Wahrheit für eine Bezirkshauptstadt auch kein Ruhmesblatt.

Die Gemeindeverantwortlichen müssen jetzt aber Nägel mit Köpfen machen. Das Bad wurde zu einem strukturellen Problem. Derzeit leistet man sich dieses noch – aber wie lange noch?