Erstellt am 04. April 2017, 04:00

von Armin Grasberger

Wenn Träume platzen. Armin Grasberger über das Ende der Oberndorfer Titelambitionen.

Das ging schnell. Zu schnell. Und in die komplett falsche Richtung. Mit großen Ambitionen in die Gebietsliga-Rückrunde gestartet wurde der SV Oberndorf mit zwei Niederlagen auf den und tristen Boden der Tatsachen zurückgeholt. Der Zug in Richtung Meisterschaft ist abgefahren.

Besonders deshalb, weil sich der Tabellenführer aus Mauer in seinen ersten Frühjahrsspielen keine Blöße gab. Der Vorsprung des Leaders ist auf neun Punkte angewachsen. Auf Platz zwei liegt nun allerdings nicht mehr Oberndorf, sondern die Bezirkskonkurrenz aus Purgstall. Das direkte Duell zwischen dem Spitzenreiter und den Melktalern steht zwar noch aus, ein etwaiger Sieg wird die Sache vermutlich aber nicht mehr spannend machen.

Vor einigen Wochen war hier zu lesen, dass eine Meisterschaft ein Marathon sei und kein Sprint. Dass eine Niederlage im Nachtragsspiel gegen Mauer keine Katastrophe sei. Aber Zeiten ändern sich. Und mit ihnen auch Einschätzungen. In Oberndorf ist man realistisch genug, das ebenfalls einzusehen. „Für uns ist die Sache erledigt“, weiß Funktionär Markus Ellmauer. Es ist nicht schön, wenn Träume plötzlich platzen. Ein Weltuntergang ist es aber auch nicht. Denn nach der Niederlage ist womöglich schon vor dem Sieg.