Erstellt am 24. Mai 2016, 05:04

von Christian Eplinger

„Wir haben viel zu tun“. Christian Eplinger über die Stärke Hofers in traditionellen ÖVP-Gemeinden.

73 Prozent in St. Georgen/Leys und in Gresten-Land, 69 Prozent in Oberndorf und 68 Prozten in St. Anton/Jeßnitz. Nein, das sind nicht die aktuellen Wahlergebnisse für Norbert Hofer in diesen Gemeinden. Das sind die ÖVP-Ergebnisse bei der letzten NÖ Landtagswahl 2013.

Auch bei den Gemeinderatswahlen im Vorjahr gab es in diesen Orten ÖVP-Ergebnisse jenseits der 70-, ja sogar 80-Prozent-Marke. Am vergangenen Sonntag waren diese vier Gemeinden klar im Lager von Norbert Hofer. Der FPÖ-Kandidat legte dort gegenüber dem April-Wahlgang auch besonders kräftig zu.

Muss sich die ÖVP deshalb Sorgen um ihre Wähler machen? Ja, ein wenig. Es zeigt sich, dass traditionelle ÖVP-Wähler gerade im ländlichen Gebiet durchaus bereit sind, ihre Stimmen einem FPÖ-Kandidaten zu geben. Und was man einmal – ohne Wahlempfehlung – gewählt hat, kreuzt man vielleicht auch beim nächsten Mal wieder schneller an, wenn die eigene Partei nicht so arbeitet, wie man es sich vorstellt. Anton Erber hat daher recht, wenn er sagt: „Wir haben viel zu tun.“