Erstellt am 24. Januar 2018, 04:55

von Christian Eplinger

Teufel: „Zuerst um Stimmen laufen“. Reinhard Teufel hat als Kabinettschef viel um die Ohren, über Landtag macht er sich noch keine Gedanken.

FPÖ-Landesspitzenkandidat Udo Landbauer (2. von links) präsentierte in Stevens Taverne in Weinzierl gemeinsam mit Karoline Deisl (Nummer zwei auf der Bezirksliste), Friedrich Schaller (Nummer drei) und Herbert Höllmüller (Nummer fünf, von links) die FPÖ-Schwerpunkte für die Landtagswahl am kommenden Sonntag.  |  Christian Eplinger

Vergangenen Dienstag war FPÖ-Landesspitzenkandidat Udo Landbauer auf Mostviertel-Tour und machte dabei auch Station in Wieselburg. Im City Center stand das Gespräch mit den Menschen im Vordergrund, in Stevens Taverne in Weinzierl verriet er der Presse, welche Punkte für ihn im Mittelpunkt der Arbeit in den nächsten fünf Jahren stehen werden.

Neben dem Bereich der Sicherheit sind das vor allem die Themen Gesundheitsversorgung („Landärzte brauchen wieder eine Hausapotheke“) und der Bereich Wohnen. „Die Wohnbauförderung in Niederösterreich ist dringend überholungsbedürftig.“ Landbauers Ziel ist ganz klar ein Brechen der absoluten Mehrheit der ÖVP und die Verdoppelung des FPÖ-Ergebnisses der Wahl 2013. „Die 16 Prozent zu überspringen und damit das beste FPÖ-Ergebnis, das es jemals in Niederösterreich gab, zu erzielen, ist im Sog der guten Stimmung nach den Nationalratswahlen möglich“, zeigte sich Landbauer zuversichtlich. In der künftigen Landesregierung würde er gerne den Wohnbau-Landesrat übernehmen.

Bei der FPÖ-Pressekonferenz in Wieselburg fehlte Reinhard Teufel, dafür präsentierten dort Amstettens Spitzenkandidat Alexander Schnabl, Landesspitzenkandidat Udo Landbauer und Karolnie Deisl die FPÖ-Ideen für Niederösterreich  |  NOEN, Eplinger/privat

16 Prozent könnten für die FPÖ auch eine Verdoppelung der Mandate bedeuten. Damit hätte auch FPÖ-Bezirksspitzenkandidat Reinhard Teufel aus Lackenhof, der auf der Landesliste als Nummer acht gereiht ist, eine Chance auf ein Mandat. Doch hätte Teufel als neuer Kabinettschef von Innenminister Herbert Kickl überhaupt Zeit, sein Mandat auszuüben? Beim Besuch von FPÖ-Spitzenkandidat Udo Landbauer in Wieselburg musste Teufel kurzfristig absagen. Ein kurzfristiger Termin im Innenministerium war unaufschiebbar.

Nicht das Fell verkaufen, bevor Bär erlegt ist ...

„Ich werde diese Frage erst beantworten, wenn sie sich stellt. Man soll das Fell des Bären nicht verkaufen, bevor man ihn erlegt hat“, sagt Teufel, der sich am vergangenen Wochenende nochmals voll dem Wahlkampf widmete. Am Samstag war der FPÖ-Tross auf Tour von Lunz bis Purgstall, am Sonntag war Teufel unter anderem im Kleinen Erlauftal unterwegs.

Reinhard Teufel mit Sohn Albrecht  |  NOEN

Die letzten Tage bis kommenden Sonntag werden für die FPÖ-Funktionäre ein „intensiver Häuserkampf“ wie die Wieselburgerin Karoline Deisl, langjährige Bezirksobfrau und nun die Nummer zwei auf der Bezirksliste, betonte. „Die Gespräche mit den Bürgern sind uns am wichtigsten. Da können wir sie von unseren Ideen am besten überzeugen“, zeigen sich Deisl und Co. optimistisch, auch im Bezirk das stärkste NÖ-Landtagswahlergebnis bisher für die FPÖ zu erreichen. Das war 1998. Da holte die FPÖ im Bezirk Scheibbs 14,3 Prozent.